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Drei Thriller:
Rally Argentina

Der südamerikanische WRC-Fixpunkt war über die Jahre Schauplatz für eine Menge Leidenschaft und Unterhaltung. Hier sind drei unserer Favoriten:

1999: Kankkunens gestohlene letzte Prüfung

Die Subaru-Fahrer Juha Kankkunen und Richard Burns erreichten bei der Rally Argentina 1999 einen denkwürdigen Doppelsieg. Die Reihenfolge, wie sie den erreichten, überraschte viele – vor allem Burns. Mit einem Vorsprung von 17 Sekunden, sah Burns wie der Sieger aus. Der Teamorder, nicht zu viel unnötiges Risiko zu nehmen, drosselte er sein Tempo, wodurch er die letzte Prüfung mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden in Angriff nahm. Die gut eingeteilte Fahrt aufs oberste Podest scheiterte, da Kankkunen die Teamorder, Burns gewinnen zu lassen, ignorierte und ihn mit 2,4 Sekunden Vorsprung schlug. Es war der 22. und vorletzte Sieg für den gerissenen Finnen. Den kommentierte Burns Co-Pilot Robert Reid: „Wo ein Hai ist, ist ein Finne.“

2002: Makinens Abflug

Die 2002 Rally Argentina war eine umstrittene Angelegenheit mit drei verschiedenen Siegern, zwei Disqualifikationen und einem der schwersten Rallye-Unfälle, der von einer Kamera eingefangen wurde.

Der Unfall ereignete sich auf der vorletzten Prüfung, als Tommi Makinen einen letzten Angriff auf seinen führenden Landsmann Marcus Gronholm startete. Makinens Subaru erwischte auf einem Vollgas-Abschnitt eine Böschung und wurde in die Luft geschleudert. Nach dem Aufprall überschlug er sich fünf Mal, ehe er auf der Seite zu liegen kam. Unglaublicherweise konnten Makinen und sein Co-Pilot Kaj Lindstrom aus dem zerstörten Impreza aussteigen.

Sieger Gronholm wurde später disqualifiziert, da er unerlaubterweise Unterstützung seines Peugeot-Teams erhielt, als sein Auto Sonntagmorgen nicht ansprang. Damit ging der Sieg an Gronholms Teamkollegen Richard Burns. Der wurde allerdings ebenfalls disqualifiziert, Grund war ein nicht regelkonformes Schwungrad. Der Sieger war letztlich Carlos Sainz.

2013: Loebs letzter Sieg

Er hat eine Rückkehr in die WRC nicht ausgeschlossen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird Argentinien 2013 als Letzter WRC-Sieg von Sebastien Loeb in die Geschichte eingehen.

Es war der 78. Sieg des Franzosen auf WRC-Ebene, sein letzter Schotter-Auftritt und sein achter Sieg in Argentinien. Loeb, damals 39 Jahre alt, gewann 55 Sekunden vor Sebastien Ogier. „Es sind großartige Emotionen, hier zu gewinnen“, sagte er in einem von Fans umringten Citroen DS3 am Ende der finalen Prüfung. „Es war eine harte Rallye mit schwierigen Prüfungen. Aber es herrschte eine großartige Atmosphäre und es war schon, dass das gesamte Wochenende über zu spüren.“

Die leidenschaftlichen argentinischen Fans sorgten bei Loebs Abschied für eine unglaubliche Kulisse: Rund 80.000 Fans säumten die finale El Condor Prüfung.

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