FIA

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Rally Argentina
Fahrer-Check: Teil 2

Der zweite Teil unseres Rückblicks der WRC-Fahrer bei der Rally Argentina:

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Mads Ostberg
Aufgaben aus medizinischen Gründen kommen in der WRC nicht oft vor, aber Ostberg war diesmal ein unglückliches Opfer. Mit der zweitschnellsten Zeit auf der Eröffnungs-Prüfung zeigte er Sieg-Potential, aber seine Chancen lösten sich in Luft auf, als sein DS3 von der Straße rutschte und einen Felsen traf.

Die Mechaniker konnten über Nacht sein Auto reparieren, dem Team-Physio gelang das mit seinem Daumen, der vom drehenden Lenkrad erwischte wurde, als er von der Strecke abkam, nicht.

Mit einem fixierten Daumen startete er am Samstag wieder und war bis WP9 ein Top-Fahrer. Dann erwischte die Lenkung neuerlich seinen Daumen. Ab da fuhr er einhändig, aber am Sonntag musste er aufgeben.

Sebastien Ogier
Wie Sebastien Loeb vor ihm zeigte Titelverteidiger Sebastien Ogier, dass er sehr gut einschätzen kann, wann er angreifen und – noch wichtiger – wann er zurücknehmen kann.

Er ging nach Argentinien mit dem Sieg als klares Ziel. Aber konfrontiert mit Straßenbedingungen, die er am wenigsten mag, und einen Teamkollegen, der bereit war, mehr ans Limit zu gehen als er, nahm er einen Strategie-Wechsel vor.

Er argumentierte, dass es besser sei, die Punkte für den zweiten Platz zu sichern, als alle zu verlieren, wenn er um den Sieg kämpft. Nicht unbedingt die Strategie, die Colin McRae gewählt hätte, aber für Ogier geht es nur um zweiten Titel.

Martin Prokop
Prokop landete bei der Rally Argentina 2012 auf Rang vier. Das blieb seither sein bestes WRC-Ergebnis und er war letzte Woche nie nahe dran, das zu schlagen. Insgesamt war es eine enttäuschende Veranstaltung für den Tschechen, der die meiste Zeit der Rallye im Kampf mit seinen Fiesta-RS-Kollegen Elfyn Evans und Robert Kubica verbrachte – und dabei als Verlierer ausstieg.

Zudem hatte er viele Probleme. Samstagmorgen schlug er mit dem Hinterrad an einer Brücke an und beschädigte sich das Differential für den Rest des Tages. Später verpasste er im Nebel eine Abzweigung. Am Sonntag klagte er über ein Problem mit seinem Dämpfer und verlor einen Stabilisator. Prokops Team berichtet, „sowohl Crew, als auch Auto seien nach dieser extremen Rallye durcheinander“. Hoffen wir, dass sie auf Sardinien in guter Form zurückkehren.

Dani Sordo
Mit Sordo muss man Mitleid haben. Argentinien war für ihn ein Bonus-Event, das er nach seiner starken Vorstellung in Portugal erhielt. Nachdem er im Shakedown Schnellster war, zerstörten mechanische Probleme seine Chancen.

Ein gebrochenes Kühler-Rohr war ihn am Freitag aus dem Rennen, kurz nachdem es gestartet wurde. Er startete am Samstag neuerlich, nur um auf der Eröffnungs-Prüfung mit einem anderen, neuen, Motoren-Problemen liegen zu bleiben.

Mikko Hirvonen
Normalerweise einer der zuverlässigsten Fahrer in der WRC unterlief Hirvonen ein Fehler, den er selbst kaum glauben konnte.

Eine verpasste Kurve in seinem Aufschrieb auf der Eröffnungsprüfung am Freitag führte dazu, dass er zu schnell in eine enge Linkskurve fuhr, mit vorhersehbarem Ergebnis. 75.000 Pfund später kehrten Hirvonen und sein Auto am Samstag auf Rang 19 liegend zurück.

Mit starken Zeiten am Samstag und Sonntag zeigte, er was möglich gewesen wäre. Er kletterte noch auf Rang neun. Mit Rang zwei auf der Power Stage eroberte er noch zwei weitere Punkte.

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