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Argentinien-Rallye
Fahrer-Check Teil 1

Wir beginnen unseren Rückblick auf die Leistungen der WRC-Piloten bei der Argentinien-Rallye am letzten Wochenende mit dem ersten von zwei Round-Ups.

Jari-Matti Latvala (Volkswagen Polo R)

Zum ersten Mal seitdem sie Teamkollegen sind, gelang es Latvala, Ogier in einem störungsfreien Mann-gegen-Mann-Fight zu schlagen. Dieser Sieg wird bezüglich des Selbstbewusstseins des Finnen Wunder bewirken, denn dieses ist normalerweise wenig ausgeglichen und schwankt zwischen himmelhoch jauchzend oder am Boden liegend. Aber Marcus Grönholm’s "Kopfmensch" Christoph Treier steht nun in Latvalas Ecke und gibt Ratschläge, die sich im Großen und Ganzen auf "steig ins Auto, fahr los und analysiere nicht zu viel" beschränken. Wir können die Sardinien-Rallye kaum erwarten...

Kris Meeke (Citroen DS3)

Nachdem er in Mexiko und Portugal crashte, stand Meeke unter großem Druck und musste unbedingt das Ziel erreichen. Dies gelang ihm nicht nur, er errreichte auch zum zweiten Mal in diesem Jahr das Podium mit einer reifen Leistung. Wir wissen ja, dass der Nordire schnell fahren kann, aber hier hat er bewiesen, dass er, wenn es sein muss, auch langsam fahren kann. Er hat eine Geschwindigkeit gefunden, die nicht schneller war als nötig, um Andreas Mikkelsen auf Abstand zu halten.

Elfyn Evans (Ford Fiesta RS)

Evans äußerte seine Frustration darüber, dass er nicht schneller fahren durfte. Wenn man jedoch die Erfahrung auf argentinischen Straßen zum Maßstab nimmt, war der Waliser bei seinem Debüt DER Name der Rallye. Pluspunkte sammelte er dabei auch, weil er sich an die Teamorder hielt. Er wäre ein Leichtes für ihn gewesen, zu viel zu pushen und es somit vielen Rivalen nachzumachen und gleich am ersten Morgen auszuscheiden - was ein verlorenes Jahr für ihn bedeuten würde.

Thierry Neuville (Hyundai i20) 

Ein fünfter Platz ist für den Belgier nach Problemen mit dem Turbo-Antrieb am Ende des ersten vollen Tages sowie Übertragungsproblemen auf der Power Stage ein solides Ergebnis. Als die Lenkung des i20 am Freitagmorgen bei Bedingungen, die Hyundai im Wettbwerb nicht erwartet hatte, verstellt war, reagierte Neuville schnell. Optimierungen an der Aufhängung machten das Auto weniger schwierig zu beherrschen. Ein derartiges Feedback ist genau das, was Newcomer brauchen.

Andreas Mikkelsen (Volkswagen Polo R)

Hatte die Geschwindigkeit, Volkswagen einen Dreifachsieg zu bescheren und das trotz seiner defekten Lichtmaschine, die ihn auf der letzten Stage am Freitag nicht von Platz drei abbringen konnte. Am Samstag versuchte er, zu attackieren, aber die Kilometer reichten nicht, um Kris Meeke unter Druck zu setzen. Platz drei in der WM spiegelt die Leistungen des Norwegers fair wider. Nun sollte er bei den meisten Rallyes als ernsthafter Podiumsanwärter betrachtet werden.

Robert Kubica (Ford Fiesta RS)

Endlich! Kubica brachte sein Gehirn in den Überlebensmodus und brachte zum ersten Mal im WRC-Auto ein WRC-Event ordnungsgemäß und ohne Crash zu Ende. Man muss lernen, zu gehen, bevor man rennen kann und wenn der Pole weiterhin in diesem Tempo Erfahrungen sammelt, könnte dies der Wendepunkt seiner Saison gewesen sein. Er weiß, dass er schneller fahren kann, aber zunächst einmal braucht er Zielankünfte - davon lieferte er nun eine ab.

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