FIA

Latvala triumphiert
in Argentinien

Jari-Matti Latvala gewann die Argentinien-Rallye und feierte seinen zweiten Saisonsieg, an jenem Ort, wo er vor zwölf Monaten seinen ersten Podestplatz mit VW holte.

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Der Finne im VW Polo R setzte sich 1:26,9 Minuten vor seinem Teamkollegen Sebastien Ogier durch. Es war zugleich der neunte WRC-Sieg in Serie für Volkswagen, womit der bisherige Rekord von Citroen gebrochen wurde.

Kris Meeke (Citroen DS) erreichte als Dritter erstmals in dieser Saison einen Podestplatz. Der Brite beendete die viertägige fünfte Station der FIA World Rally Championship mit 5:54,7 Minuten Rückstand auf Latvala.

"Im letzten Jahr war ich hier schon auf dem Podium, aber ich dachte nicht im Traum daran, hier zu gewinnen. Das ist etwas Spezielles", strahlte Latvala. "Ich hatte in Portugal einen Crash und es bestand das Risiko, dass mein Selbstvertrauen darunter leiden würde. Als Ogier gewann, bestand die Möglichkeit, dass die WM langweilig wird, aber jetzt haben wir sie am Leben erhalten."

Die beiden VW-Piloten lieferten sich am Freitag einen Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für Latvala. Der Finne dominierte auch den Samstag, während Ogier Probleme mit den Reifen und einem überhitzten Motor hatte. Mit 31,0 Sekunden Vorsprung ging Latvala in den Schlusstag.

Die Bedingungen am heutigen Abschlusstag waren fürchterlich, dicker Nebel und tiefer Matsch prägten die klassischen Wertungsprüfungen El Condor und Giulio Cessare. Ogier verzichtete darauf, Latvala zu jagen und die Lücke zwischen den beiden vergrößerte sich auf den vier WPs (76,78 km) auf beinahe eine Minute.

Ogier sicherte sich dafür die auf der abschließenden Power Stage mit der Bestzeit drei Bonuspunkte, womit er in der WM nun 24 Punkte vor Latvala in Führung liegt.

Meeke, der nach seinen Crashes in Mexiko und Portugal unter Druck stand, leistete sich diesmal keinen Fehler. Er hielt Andreas Mikkelsen (Polo R) in Schach und rettete 23,6 Sekunden Vorsprung auf den Norweger ins Ziel.

Mikkelsen musste auf der finalen Stage eine kleine Schrecksekunde überstehen, als die Warnleuchte für die Lichtmaschine in seinem Cockpit aufblinkte. Ein gebrochener Keilriemen hatte ihn schon am Freitag zur Aufgabe gezwungen, aber dieses Mal schaffte er es ohne Probleme zurück nach Villa Carlos Paz.

Thierry Neuville machte eine defekte Antriebswelle an seinem Hyundai i20 früh auf der letzten Wertungsprüfung das Leben schwer, er konnte aber Platz fünf vor Robert Kubica halten. Der Pole, der bislang eine von Unfällen gekennzeichnete Saison vorzuweisen hatte, dossierte in Argentinien seinen Speed und durfte sich am Ende freuen, dass seine Taktik aufging.

Elfyn Evans wurde bei seinem Argentinien-Debüt Siebter, gefolgt von Martin Prokop - beide in einem Ford Fiesta RS. Mit drei WP-Siegen am Schlusstag schob sich Mikko Hirvonen noch auf den neunten Rang. Komplettiert werden die Top-10 von WRC-2-Sieger Nasser Al-Attiyah.

Die nächste Station führt den WRC-Zirkus wieder zurück nach Europa, wo von 6. bis 8. Juni auf der mediteranen Insel Sardinien die Rally Italia Sardegna ausgetragen wird.