FIA

Latvala baut Führung
in Argentinien aus

Jari-Matti Latvala dominierte die dritte Etappe der Argentinien-Rallye und baute seinen Vorsprung auf VW-Teamkollege Sebastien Ogier auf 31,2 Sekunden aus.

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Der Finne gewann in seinem Polo R drei der insgesamt fünf Wertungsprüfungen und war in allen schneller als Ogier, wodurch Latvala mit einem komfortablen Vorsprung in den morgigen Schlusstag geht.

Latvala lagen die schnelleren, weicheren WPs im Calamuchita Valle, südlich von Villa Carlos Paz. Mit 17,7 Sekunden Vorsprung ging er in den Tag und baute diesen schon auf der ersten WP auf 21,2 Sekunden aus. Am Nachmittag profitierte Latvala von Problemen bei Ogier und konnte sich weiter absetzen.

"Das war eine meiner besten Vorstellungen. Manchmal, wenn du im Flow bist, bekommst du solche Tage und es ist ein großartiges Gefühl. Aber du musst es auch richtig nutzen", sagte Latvala, der auch seinen Co-Piloten Miikka Anttila dafür lobte, dass er trotz des dichten Nebels am Nachmittag die Pacenotes präzise ansagte.

Ogier hatte auf der ersten WP am Nachmittag einen Dreher, ehe sich kurz vor dem Ziel ein Teil seines linken Vorderreifens löste und den Frontflügel beschädigte. Dabei lockerte sich auch die Stoßstange, die sich schließlich auf der darauffolgenden Wertungsprüfung gänzlich löste. Die mangelnde Kühlung ließ den Motor überhitzen, der dadurch an Leistung verlor.

Kris Meeke (Citroen DS3) überstand heute Morgen im sechsten Gang einen Kontakt mit der Böschung und hielt Platz drei, 3:15,8 Minuten hinter Ogier. Gejagt wird er von Andreas Mikkelsen, der nach seinem gestrigen Ausfall unter Rally-2-Regeln wieder an den Start ging und die Eröffnungs-WP für sich entschied. Er schob sich vom siebten Platz auf den vierten nach vor und liegt 1:56 Minuten hinter Meeke zurück.

Thierry Neuville folgte dem Norweger, überholte Robert Kubica, Elfyn Evans sowie Martin Prokop und holte sich Rang fünf. Der Hyundai-Pilot durfte sich auch über den ersten WP-Sieg dieser Rallye freuen, der nicht an einen VW-Fahrer ging.

Kubica hätte sich in seinem Ford Fiesta RS auf der ersten Nachmittags-WP beinahe überschlagen, er und Evans konnten sich aber aus gröberen Problemen heraushalten und sicher auf die Ränge sechs und sieben fahren. Beide sammeln damit bei ihrem Argentinien-Debüt weiter Erfahrung.

Prokop ist Achter, die Top-10 werden von WRC-2-Leader Nasser Al-Attiyah und Mads Østberg komplettiert. Der Norweger bekam heute bei einem Aufprall an einem Stein einen weiteren harten Schlag vom Lenkrad auf die rechte Hand, die er sich gestern verletzt hatte.

Dani Sordo, dessen i20 nach den gestrigen Motor-Problemen bis in die Morgenstunden repariert werden musste, schied heute erneut aus. Der Unterboden des Autos wurde in den Motor gedrückt was einen nicht zu behebenden Schaden verursachte. Sordo kann am morgigen Finaltag nicht mehr starten.

Die abschließende Etappe beinhaltet zwei Läufe über die klassischen El Condor und Giulio Cessare WPs, auf denen die Straßen eng und steinig sind, die Landschaft aber auch atemberaubend ist. Die Piloten starten um 06:48 Ortszeit, 76,78 Wertungskilometer stehen ihnen bevor.

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