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Portugal-Countdown:
Legendäre Momente

Die anstehende Portugal-Rallye (3.-6. April) sorgte in der Vergangenheit für einige denkwürdige Momente der WRC-Geschichte. Hier präsentieren wir euch drei unserer Highlights:

2001: Mäkinens siegt im Matsch

Die Ausgabe im Jahr 2001 war die letzte, die noch im Norden des Landes ausgetragen wurde und sie blieb in Erinnerung, weil Tommi Mäkinen in enorm schwierigen Bedingungen den Sieg davontrug.

Die Rallye war geprägt von heftigem Regen und dichtem Nebel. Nach einem langen Winter konnten die Straßen den Niederschlag nicht aufnehmen und glichen gepflügten Feldern. Die Verhältnisse waren so widrig, dass es keines der zweiradbetriebenen Autos ins Ziel schaffte.

Mäkinen bahnte sich seinen Weg durch den Matsch besser als jeder andere, aber auch er hatte Momente, in denen er von der Strecke rutschte. Er übernahm die Führung, trotz einer haarsträubenden vierten Wertungsprüfung, auf der er seinen Mitsubishi Lancer in eine Böschung manövrierte. Mit zwei Reifenschäden und verbogener Radaufhängung überlebte er die Stage und war sogar um eine halbe Minute schneller als die Konkurrenz. Carlos Sainz setzte Mäkinen bis zum Ende unter Druck, aber eine kluge Reifenwahl brachte dem Finnen den Sieg.

2007: Eine gelungene Rückkehr

Nach 2001 flog Portugal aus dem WRC-Kalender und wurde durch die Deutschland-Rallye ersetzt. Nach sechsjähriger Absenz kehrte der Event aber zurück - mit neuem Format und einer neuen Location in Faro, in der südlichen Algarve-Region.

Als Basis und Servicepark fungierte das Algarve-Satdion, in dem auch die spektakuläre Asphalt-Super Special Stage gefahren wurde. Tausende Zuschauer drängten ins Stadion um die Action zu verfolgen und Sebastien Loeb bei seinem ersten Sieg im Süden Portugals zu beglückwünschen.

Aber die Rallye im Jahr 2007 war auch umstritten. Die Ford-Piloten Marcus Grönholm, Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala wurden allesamt mit nachträglichen Zeitstrafen belegt, weil die Glasscheiben ihrer Ford Focus RS zu dünn war.

2010: Debüt-Sieg für Sebastien Ogier

In Portugal nahm die WRC-Karriere von Sebastien Ogier so richtig Fahrt auf. 2010 stand er in einem C4 des Citroen Junior Team am Start und feierte seinen ersten Sieg in einem World Rally Car - indem er seinen Teamkollegen und amtierenden Weltmeister Sebastien Loeb besiegte.

Ogier übernahm am ersten Tag die Führung, dabei profitierte er von seiner Startposition vier. Viele dachten, er würde die Führung am zweiten Tag wieder verlieren, als er Loeb als ersten Fahrer auf der Strecke ersetzte. Doch Ogier verteidigte die Spitzenposition und war am Ende des zweiten Tages 21 Sekunden voran.

Teamchef Olivier Quesnel erklärte, es würde keine Stallorder geben und so sah sich Ogier am Finaltag einem harten Kampf mit Loeb ausgesetzt, den Ogier letzlich mit 7,9 Sekunden Vorsprung für sich entschied.

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