FIA

Ogier fährt dem Sieg
in Mexiko entgegen

Sebastien Ogier dominierte den Samstag bei der Mexiko-Rallye und baute seine Führung auf 60,3 Sekunden aus.

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Der VW-Pilot sicherte sich in den heißen und staubigen Bergen nahe Leon fünf Wertungsprüfungs-Siege in Serie. Seine Aufgabe, die Führung im Gesamtklassement zu verteidigen, wurde allerdings auch davon erleichtert, dass Mads Östberg mit gebrochener Aufhängung ausschied. Dadurch erbte Jari-Matti Latvala den zweiten Rang.

Ogiers einzige Schrecksekunde ereignete sich auf den letzten Metern der letzten Stage, als ihm - wie einigen anderen Piloten - ein großes Loch zum Verhängnis wurde. Der Einschlag war heftig genug, um seinen Polo R auf zwei Räder zu werfen und einen Reifen teilweise von der Felge zu ziehen.

"Es war einer von der größeren Sorte, aber es ist ok, wir haben nur ein wenig Zeit verloren", sagte der gelassene Franzose.

Nach Östbergs Ausfall war Latvala darauf fokussiert, seine Position abzusichern. Er holte sich eine Serie von zweiten Plätzen, ehe er beim ersten Lauf über die Super Secial Stage in Leon die Bestzeit ezielte.

"Ich war in keinem großen Kampf involviert, weil es nicht notwendig war. Wir fahren um die Weltmeisterschaft und nicht für den Moment bei dieser Rallye", erklärte der Finne.

Östberg traf kurz vor dem Ende der Eröffnungsstage des Tages eine Böschung. Er und Co-Pilot Jonas Andersson reparierten den Schaden an der Aufhängung links mit Spanngurten und Kabelbindern. So konnten sie zwar noch bis zum Start der folgenden Wertungsprüfung fahren, ein Fortsetzen der Rallye war aber nicht mehr möglich. 

Thierry Neuville schob sich auf Rang drei vor, liegt aber schon 4:37 Minuten hinter Ogier zurück. Sein Ziel ist der erste Podestplatz für Hyundai in der erst dritten Rallye für den i20. Der Belgier konnte heute Morgen Elfyn Evans überholen und überstand auch einen harten Aufprall mit lediglich einer gesprungenen Windschutzscheibe. 47 Sekunden beträgt Neuvilles Vorsprung auf Evans.

Der Waliser hält sich bei seinem ersten Antritt in Mexiko aus Positionskämpfen heraus und ist darauf bedacht, einfach ins Ziel zu kommen. Derzeit sieht es so aus, als würde seine Taktik mit dem bislang besten Ergebnis seiner Karriere belohnt werden.

Martin Prokop und Benito Guerra komplettieren die Top-6 in ihren Fiesta RS. Guerra überstand dabei einen Aufprall an einem Baum. Chris Atkinson hält Platz sieben vor Mikko Hirvonen, Kris Meek und WRC-2-Leader Yuri Protasov runden die Top-10 ab.

Ein weiterer schlechter Tag war es für Andreas Mikkelsen und Robert Kubica. Mikkelsen überschlug sich in seinem Polo R auf der zweiten Wertungsprüfung des Tages und konnte bislang an den drei Tagen insgesamt nur drei Stages zu Ende fahren. Kubica fabrizierte mit seinem Fiesta RS ebenfalls einen Überschlag, schon zum zweiten Mal im Verlauf der Rallye. Sein Überrollbügel ist zu stark beschädigt, er kann morgen nicht mehr an den Start gehen. Mikkelsen wird hingegen unter Rally-2-Regeln zurückkommen.

Die finale Etappe startet um 7:45 Uhr Ortszeit. Den Piloten stehen vier Wertungsprüfungen über 80,22 km bevor und alles dreht sich dabei um die Marathon-WP Guanajuatito, mit fast 56 Kilometern die längste der Rallye. Die Zielfalge wird um 14:30 Uhr in Leon geschwungen.

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