FIA

Mexiko-Rallye
Pilotenreport - Teil 2

Wir komplettieren unseren Leistungsüberblick der Top-WRC-Piloten bei der letztwöchigen Rally Mexico

Elfyn Evans (Ford Fiesta RS)
Kaum zu glauben, dass es erst der vierte WRC-Start des Walisers war. Bei seinem ersten Auftritt in Mexiko erreichte er bei sämtlichen Stages das Ziel und das ohne gravierende Fehler. Der vierte Platz ist gleichzeitig sein bestes Karriere-Ergebnis. Er liegt in der WM-Wertung nun an fünfter Stelle. Eine außergewöhnliche Performance, die Evans mit einem lächeln kommentiert.

Chris Atkinson (Hyundai i20)
Atkinson musste sich schon am Freitag so vielen Problemen aussetzen, wie andere in der kompletten Saison. Aber kein einziges war ihm selbst geschuldet. Doch er kämpfte sich durch und bringt seinen Hyundai, ebenso wie Teamkollege Neuville, sicher über die Ziellinie. Es war genau das, was ein Team, für das die Saison nicht mehr als ein Test unter Wettkampfbedingungen ist, gebraucht hat. Wir erwarten, Atkinson auch in Argentinien in einem WRC-Auto zu sehen.

Jari-Matti Latvala (Volkswagen Polo R)
Die Mexiko-Rallye war eine Rallye, die Latvala eigentlich nicht gewinnen konnte. Der Finne ging am Freitag als Erster auf die Strecke und fand demnach die mit Abstand schlechtesten Bedingungen vor. Doch er schaffte es, seinen Rückstand auf dem losen Schotter gering zu halten und profitierte von den Fehlern seiner Kollegen. Latvala versuchte das Unmögliche, nämlich Ogier noch abzufangen, gar nicht erst und sackte mit all seiner Routine die WM-Punkte für den zweiten Rang ein.

Mads Ostberg (Citroen DS3) 
Ostberg nahm den Kampf mit Ogier an und übernahm nach dem ersten Leg die Führung. Doch ein Fehler am Samstag, der ihm die Hinterrad-Aufhängung kostete, zwange ihn - an ähnlicher Stelle wie 2013 - zur Aufgabe. Die Bemühungen den Schaden zu reparieren waren vergebens. Was nach diesem enttäuschendes Ende bleibt ist eine starke Pace bei seinem ersten Schotter-Auftritt im Citroen.

Robert Kubica (Ford Fiesta RS) 
Wo sollen wir anfangen? Zwei Überschläge, einige Ausflüge in die schwedischen Schneebänke und ein Monte-Carlo-Ausritt gehörten bestimmt nicht zu Kubicas Saisonplanungen. Der Pole hatte jedoch die Pace und war vor seinem Ausfall Vierter. Aber er muss lernen, seine Geschwindigkeit zu reduzieren und die Erfahrung sammeln, die ihm fehlt. In Portugal braucht er dringend eine "saubere" Rallye um sich einen Selbstvertrauens-Schub zu verpassen. Team-Boss Malcolm Wolson ist derweil auf der Suche nach Experten, die ihm dabei helfen sollen.

Benito Guerra (Ford Fiesta RS)
Ein sechster Platz, seine Karrierebestleistung, ist genau das, was Guerra gebraucht hat, bevor es im Mai nach Argentinien geht. Bei seinem erst zweiten WRC-Auftritt saß er in einem Fiesta und nicht wie bei der Premiere vor einem Jahr in einem DS3. Mit Ausnahme eines Ausritts gegen einen Baum am Samstag in Otatitos, machte Guerra nicht viel falsch und gab seinen Fans allen Grund zum Jubeln. Die Chance auf einen weiteren WRC-Auftritt hat er sich verdient.