FIA

Ogier zweifelte an
seiner Chance in Italien

Sebastien Ogier gab zu, nicht daran gedacht zu haben, die Rallye Italia Sardegna gewinnen zu können, nachdem er am ersten Tag einen schlechten Start erwischte.

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Als WM-Leader hatte der Franzose die wenig beneidenswerte Aufgabe, seinen VW Polo R WRC als Erster durch die ersten acht Wertungsprüfungen am Freitag zu pilotieren.

Der rutschige Schotter verhinderte eine bessere Leistung, sodass er sich am Ende des Tages mit 22,9 Sekunden Rückstand auf Jari-Matti Latvala auf dem Leaderboard wiederfand.

“Der erste (Tag) war wirklich frustrierend", gestand er. "Obwohl wir gepusht haben, haben wir den ganzen Tag über permanent Zeit verloren, sodass ich Freitagmittag ziemlich frustriert war und dachte, dass ich wohl um einen Podiumsplatz, nicht aber um mehr würde kämpfen können.”

Ogier kämpfte am ersten Tag mit dem Schotter

Das Glück war dem Weltmeister ab Freitagnachmittag wieder hold, als die Strecke sauberer war und er von Fehlern der Konkurrenz profitierte. Das verschaffte Latvala die Möglichkeit, sich in der Gesamtwertung nach vorne zu arbeiten, sodass er schlussendlich am Ende des Tages Zweiter war.

Der Turnaround kam schließlich am Ende des zweiten Tages, als Latvala aufgrund eines Platten stehen bleiben musste. Ogier übernahm die Führung und gewann am Ende mit 1:23,1 Minuten Vorsprung. Es war ein großartiger Turnaround und bereits sein vierter Saisonsieg. Zudem sicherte er VW den 16. Erfolg in nur 19 WRC-Rallyes.

Ogier fährt nun mit einem 33-Punkte-Vorsprung zur Rallye Polen (26. bis 29. Juni). Er sieht sich aber auch wieder damit konfrontiert, dort als Erster auf die Schotter-Wertungsprüfungen zu gehen, die voraussichtlich wenig Grip bieten.

Er meinte dazu: “Ich will noch gar nicht daran denken, weil ich wieder einen frustrierenden Tag haben werde. Ich möchte jetzt diesen Sieg genießen und konzentriere mich erst später auf Polen.”

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