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Ogier übernimmt die Kontrolle
bei der Rallye Italien

Nachdem sein Teamkollege Jari-Matti Latvala auf der finalen Wertungsprüfung des Samstags zurückfiel, geht Sebastien Ogier mit einem Vorsprung von 1:40 Minuten als Führender in den Schlusstag der Rally Italia Sardegna.

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Mit dem Ziel, das Punktemaximum aus Italien mitzunehmen, schenkten sich die beiden VW-Piloten nichts. Latvala setzte mit einer Bestzeit auf der ersten Stage am Morgen ein Zeichen, nahm Ogier weitere 6,3 Sekunden ab und vergrößerte seinen Vorsprung auf 28,7 Sekunden.

Ogier dachte aber nicht daran, aufzugeben und schlug auf den folgenden zwei Wertungsprüfungen zurück. Auf dem ersten Lauf über die 59,13 km lange Monster-WP Monte Lerno holte er 11 Sekunden auf, um weitere 5,4 Sekunden schob er sich auf der vorletzten Stage des Samstags heran. Vor der finalen Wertungsprüfung blieben Latvala somit 12,3 Sekunden von seinem Vorsprung übrig.

Ogiers permanenter Druck zeigte dann auf dem zweiten Run über Monte Lerno endgültig Wirkung, als Latvala einen Fehler fabrizierte, der seinem Teamkollegen ermöglichte, die Führung zu übernehmen.

"Es war mein Fehler", gab Latvala zu. "Das Heck des Autos sprang aus der Spur und wir haben uns das Rad an einem Felsen beschädigt. Ich musste anhalten und es wechseln."

Mads Östberg lieferte in seinem Citroen DS3 eine solide Leistung

Der ungeplante Reifenwechsel kostete den Finnen fast zwei Minuten und am Ende kehrten auch noch die Probleme mit dem Bremspedal, die bereits gestern auftraten, zurück. So büßte Latvala letztlich 2:13 Minuten ein und fiel auf den dritten Platz zurück.

Ogier hatte sein Ziel erreicht, er stand an der Spitze des Feldes.

Durch die Probleme von Latvala konnte sich auch Mads Östberg am Finnen vorbeischieben und Platz zwei erobern. Der Citroen-Pilot liegt 1:40 Minuten hinter Ogier.

Davor hatte Östberg seinen dritten Platz erfolgreich gegen Andreas Mikkelsen verteidigt, der mit einem gebrochenen Stoßdämpfer in die finale Wertungsprüfung gehen musste. Mikkelsens Rückstand auf Latvala beträgt 36 Sekunden.

Östberg verließ den Servicepark in dem Wissen, morgen mit nur 21,3 Sekunden Vorsprung auf Latvala in den Schlusstag zu gehen. Aber der Norweger war zuversichtlich, den VW-Piloten auf den restlichen vier Wertungsprüfungen in Schach halten zu können. "Natürlich, wir können morgen auch mehr pushen, wenn es nötig ist", sagte er.

Robert Kubica brach sich ein Rad ab

Elfyn Evans machte durch den Ausfall von Robert Kubica, dem auf WP12 sein rechtes Vorderrad wegbrach, einen Platz gut und beendete den Tag auf Rang fünf. Martin Prokop, der am Nachmittag von starken Rückenproblemen beeinträchtigt wurde, belegt Platz sechs.

Henning Solberg ist Siebenter, fast sechs Minuten vor dem an Rang acht klassierten Kubica. Khalid Al-Qassimi geht als Neunter in den Sonntag, WRC-2-Leader Lorenzo Bertelli beschließt die Top-10.

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