FIA

Half-term report:
Sébastien Ogier

Die Hälfte der WRC-Saison 2014 ist vorbei, wir beginnen unsere Serie von Halbzeit-Analysen mit der Performance von Sebastien Ogier

Was die Verteidigung des FIA World Rallye Championships angeht, ist die erste Hälfte der Saison für den Franzosen fast perfekt verlaufen.

Ja, er fährt das beste Auto und ja, er hat davon profitiert, dass seine Gegner in wichtigen Momenten Schwierigkeiten hatten. Aber man kann nicht verneinen, dass Ogier immer dann seine beste Leistung abruft, wenn er sie am meisten benötigt. Und wie seine Rivalen nur zu gut wissen, führt dies meist zu einem weiteren Rallye-Sieg.

Der VW-Motorsport-Fahrer hat fünf von sieben Rennen gewonnen und hat bereits 166 Punkte auf dem Konto - 12 mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Saison 2013.

Ogier dropped valuable points after sliding out of the lead at Rally Sweden

Und dank seines 50-Punkte-Polsters auf den größten Titelrivalen Jari-Matti Latvala, könnte Ogier die nächsten Wochen buchstäblich auf der Sonnenbank verbringen und würde trotzdem weiter führen. So dominant war er bisher. Es gibt momentan keinen besseren WRC-Fahrer als ihn.

Höhepunkt....

...war die Art, wie er den Kampf gegen Latvala bei der Rallye Sardegna angenommen hat. Ogier hat extrem gelitten, weil er als erster über die Schotter-Prüfungen schlitterte, aber er verfiel nicht in Panik. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Kontakt zu Latvala zu halten und hat Stück für Stück aufgedreht, als sich die Straßen-Kondition verbesserte und seine Entschlossenheit anwuchs. Schlussendlich zwang er Latvala zu einem Fehler und der Sieg war ihm sicher. Das war die Fahrt eines wahren Champions.

Tiefpunkt...

...war eine gewisse Schneeverwehung bei der Rallye Schweden, die Ogier sicher noch jahrelang Albträume bereiten wird. Er hatte nach sieben Prüfungen eine 5,8-Sekunden-Führung herausgefahren - ein toller Erfolg, wenn man bedenkt, dass er das erste Auto auf der Straße war. Aber er beging eine Prüfung später einen ungewöhnlichen Fehler und verlor vier Minuten und 30 Sekunden nachdem er von der Straße abkam und in einer Schneeverwehung stecken blieb. Er konnte sich noch auf den sechsten Platz retten, aber er wusste, dass in Schweden eigentlich mehr drin gewesen wäre. "Ich bin dumm", sagte er danach unverblümt.

Sébastien Ogier Photos

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