FIA

Polen-Rallye:
Fahrer-Check, Teil 2

Der zweite Teil unseres Round-Ups der Polen-Rallye:

Jarri-Matti Latvala (VW Polo R)
Seine Meisterschafts-Chancen schwinden weiter, nachdem er in Polen nicht ohne Probleme blieb. Der Finne startete ungewöhnlich langsam und beklagte fehlendes Vertrauen. Seine Fortschritte trugen keine Früchte, da er sich auf WP14 an einem Felsen die Vorderrad-Aufhängung brach. Er bekam seine Sachen am Finaltag zusammen und arbeitete sich noch auf Rang fünf nach vor – nur 0,7 Sekunden hinter dem Vierten. Es war aber nicht das Resultat, das er wollte.

Mads Östberg (Citroen DS3)
Er ging die Rallye ruhig an und sein Ansatz brachte ihn am Samstagnachmittag auf Rang drei. Er lag nur 9,8 Sekunden hinter Mikkelsen auf Rang zwei, als er den berüchtigten Felsen auf WP14 traf. Er verlor dabei ein Vorderrad und überschlug sich. Der Unfall sah nicht allzu ernst aus, aber ein beschädigter Überrollkäfig zerstörte seine Rally-2-Chancen. Daher trat er vorzeitig den Heimflug nach Norwegen an.

Mikko Hirvonen (Ford Fiesta RS)
Der M-Sport-Fahrer belegte in Polen Rang vier. Es war ein Ergebnis, das er sich erst verdienen musste. Der Aufschrieb, den er auf der Recce erstellt hatte, stellte sich auf den Schotterprüfungen als viel zu langsam heraus. Das bedeutet, dass er mit seinem Co-Pilot jede freie Minuten nützen musste, um sie anzupassen. Er profitierte letztlich vom Pech der anderen. Nach der Rallye beschrieb er sein Aufschrieb-Problem als „Weckruf“.

Juho Hänninen (Hyundai i20)
Eine Bestzeit auf WP2 war ein perfekter Start für den Finnen und er lag zwischenzeitlich auf Rang vier. Seine Fortschritte wurden allerdings gebremst, als er Probleme mit der Lenkung bekam und in der Folge zu kämpfen hatte. Dadurch rutschte er in der Rangliste ab und beendete die Rallye nach 22 Wertungsprüfungen auf Rang sechs.

Andreas Mikkelsen (VW Polo R)
Auf Basis der Polen-Rallye ist der Norweger aktuell der schärfste Konkurrent für WM-Leader Sebastien Ogier. Er nahm den Kampf mit seinem Teamkollegen früh auf und profitierte von einem frechen Abkürzer auf WP2, der ihm einige Extra-Sekunden brachte. Er führte vier Mal das Feld an, aber ein Ausritt und nachlassende Bremsen setzten seinem Kampf ein Ende. Er landete schließlich auf einem respektablen zweiten Rang.

Hayden Paddon (Hyundai i20)
Der "Kiwi" genoss die Chancengleichheit durch die unbekannten Prüfungen in Polen. Sein achter Rang ist ein weiterer Schritt vorwärts in seiner noch jungen Karriere. Er fühlte, dass er auf den zerfurchten Prüfungen Zeit verloren und musste während der Rallye an seinem Aufschrieb arbeiten. Aber sein derzeitiger Job ist es, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Beides machte er in Polen und kann mit Selbstvertrauen nach Finnland reisen.

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