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Polen-Rallye:
Fahrer-Check, Teil 1

Wir überprüfen die Leistungen der WRC-Fahrer bei der LOTOS 71st Rally Poland. Teil 1 des zweiteiligen Rückblicks:

Sébastien Ogier (Volkswagen Polo R)
Seb wurde daran erinnert, dass er mehr als nur einen Teamkollegen hat, der ihn herausfordern kann. An den ersten beiden Tagen lieferte er sich einen harten Zweikampf mit Andreas Mikkelsen mit mehrmaligen Führungswechseln. Samstagmorgen bekam er etwas Luft, nachdem der Norweger einige Fehler machte. Ein späteres Bremsproblem bei Mikkelsen brachte Ogier einen leichten Sonntag. Der Vorsprung am Ende war schmeichelhaft, aber es war eine weitere fantastische Fahrt und sein 50-Punkte-Polster wirkt bedrohlich.

Kris Meeke (Citroen DS3)
Rang sieben hätte auch leicht ein Podest sein können. Er kam als Dritter nach Litauen, wo er durch eine hintere Start-Position in den immer schlimmer werdenden Straßenfurchen Zeit verlor. Er war aber immer noch dabei im Kampf um die "Big Points“, bis ihn am Samstag ein Reifenschaden links vorne 2:30 Minuten kostete. Er rutschte in der Gesamtwertung ab, kämpfte sich aber am Sonntag noch auf Rang sieben  vor. Ermutigend war, ihn auf den ersten Prüfungen im Kampf um die Spitze zu sehen.

Elfyn Evans (Ford Fiesta RS)
An den ersten beiden Tagen musste der Waliser einige Rückschläge wegstecken. Am Samstag war er der erste Fahrer, der auf der langen Goldap-Prüfung einen Stein erwischte. Der Einschlag beschädigte seine Vorderradaufhängung. Trotz eifriger Reparatur-Versuchen musste er für diesen Tag aufgeben. Am Finaltag war er Erster in der Startreihenfolge, was ihm aber keine Erfahrungen im "Straßenkehren" brachte, da die Prüfungen bereits davor benutzt worden waren.

Thierry Neuville (Hyundai i20)
Eine der besten Leistungen dieser Rallye brachte Hyundai den zweiten Podestplatz. Mit einigen Updates am Auto bewegte sich Neuville zunächst rund um Rang sechs, bevor die Handbremse auf WP9 blockierte. Das Resultat waren Flammen und der Einsatz von Feuerlöschern auf der Ziellinie. Dadurch rutschte er auf Rang zehn ab. Dank seines Speeds kombiniert mit der Fähigkeit, sich aus Problemen herauszuhalten, arbeitete er sich am Samstag auf Rang drei vor. Er hatte nicht die Absicht, sich diesen Rang am Sonntag nochmal nehmen zu lassen.

Robert Kubica (Ford Fiesta RS)
Eine typische Kubica-Rallye – mit Gutem, Schlechtem und Hässlichem. Er erfreute die Schar an Fans mit seinem Speed. Er lieferte den fast schon obligatorischen Crash, als er sich am Eröffnungs-Abend überschlug, kam aber durch das schnelle Eingreifen einiger Zuschauer mit nur 25 Sekunden Zeitverlust glimpflich davon. Er lag auf Rang sechs, bis er auf WP17 von der Strecke abkam und sein rechtes Hinterrad beschädigte. Den Final-Tag nahm er unter Rally-2-Reglement in Angriff.

Martin Prokop (Ford Fiesta RS)
Für den tschechischen Fahrer hatte es etwas von einem Albtraum-Event. Rückenschmerzen, ein Andenken an eine Verletzung bei der Sardinien-Rallye, und ein schlecht zu fahrendes Auto brachten ihm einen schwierigen Start. Er überschlug sich beinahe an derselben Stelle wie Krzystof Holowczyc, dann ließ eine fehlende Schraube ein Rad in eine alarmierende Richtung schauen. Zu seinem Leid  gesellten sich noch eine lose Motorhaube und ein Ausritt am Sonntagmorgen. Dennoch eroberte er noch einen Punkt für Rang zehn.

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