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Halbzeit-Report
Martin Prokop

Prokop Links

Unser neuester Halbzeit-Report beleuchtet den etablierten WRC-Fahrer Martin Prokop:

Bis jetzt war die Saison 2014 für den Ford-Fiesta-RS-Fahrer ein Auf und Ab. Prokop ist Neunter in der Fahrerwertung und liegt fünf Punkte hinter dem Werksteam-Pilot Elfyn Evans. Der freundliche Tscheche kann sich aber als führender WRC-Privatfahrer darüber hinwegtrösten.

Seine durchwachsene Saison startete mit einer Katastrophe bei der Eröffnungsrallye in Monte Carlo, als eine kaputte Lichtmaschine für ihn das Aus noch vor der zweiten Etappe bedeutete.

Vor dem zweiten Rennen nahm Prokp eine radikale Veränderung vor. Er ersetzte seinen Co-Piloten Michal Ernst, der mit ihm seit der Rallye Catalunya 2012 unterwegs war, mit seinem früheren Co-Piloten Jan Tomanek. Es war Prokops dritter Wechsel bei seinem Co-Piloten seit er Tomanek für die Saison 2012 mit Zdenek Hruza ersetzte. Dazu merkte Prokop an: "Es war eine Reise, die mich wieder zu Tomanek geführt hat."

Leider erwischte das wiedervereinigte Duo keinen guten Start in Schweden, denn Prokop manövrierte seinen Fiesta in der ersten Etappe am Donnerstag in einen Schneehaufen. Das gleiche passierte ihm am Freitag, nur da war keiner in der Nähe um ihm zu helfen.

Nach zwei Ausfällen bekam Prokop einen Selbstbewusstseins-Schub in Mexiko, wo er den sechsten Platz belegte. Dies erreichte er trotz eines spektakulären Drehers, der seine "Fiona the Fiesta" fast auf das Dach befördert hätte. Bei der Rallye Portugal hielt er sich schadlos, fuhr souverän auf Platz 6, den er dem Belgier Thierry Neuville auf der letzten Etappe wegschnappte.

Als Nächses ging es zur Argentinien-Rallye, wo Prokop 2012 mit seinem vierten Platz seine Bestleistung markierte. In diesem Jahr waren die Top 5 unerreichbar und er wurde sogar von seinen Fiesta RS Rivalen Evans und Robert Kubica geschlagen. Prokop hatte aber auch viele Probleme. Am Samstagmorgen schlug er mit einem Hinterreifen bei einer Brücke ein und beschädigte das Differential für den Rest des Tages. Am Sonntag beklagte er sich über Dämpferprobleme und verlor dann den hinteren Stabilisator. Diese Erfahrung schüttelte ihn durch, und sein Team vermeldete: "Beide, die Crew und das Auto sind nach dieser extremen Rallye kaputt."

Bei der nächsten Rallye auf Sardinien kam er stark zurück, als er durch seine schlechte Platzierung in der Fahrerwertung eine gute Startzeit am ersten Tag hatte. Er nützte diese Gelegenheit und legte eine seiner besten Fahrten seiner Karriere hin. Eine Rückenverletzung und schlechtes Fahrverhalten des Autos bedeuteten bei der letzten Rallye in Polen am Ende Platz 10 und immerhin noch einen Punkt für den Tschechen.

Höhepunkt
:
Die Sardinien-Rallye war zweifelsohne die beste Performance des Tschechen in einem WRC-Auto. Obwohl er von einer guten Startzeit am ersten Tag profitierte, zeigte er beeindruckenden Speed und lag nach fünf Etappen sogar auf Rang 3. Er verlor einige Plätze, da sich am zweiten und dritten Tag die Startreihenfolge änderte, dennoch wurde er am Ende Sechster.

Tiefpunkt:
Schlimm erwischte es den Tschechen bei der Rallye Monte Carlo. Nach der harten Saisonvorbereitung beendete ein elektronischer Defekt Prokops Rallye schon nach einer Etappe.

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