FIA

Nachgefragt bei
Kris Meeke

Kris Meeke kehrt nächste Woche nach Finnland zurück, wo er vor zwölf Monaten sein Debüt im Citroen DS3 World Rally Car gegeben hat.

Es war ein bittersüßer Event für den Nordiren, der bereits ein Top-5-Ergebnis vor Augen hatte, ehe ihn ein heftiger Crash aus der Rallye warf und seine WRC-Karriere in Gefahr brachte.

Bevor sich Kris diese Woche zu einem Test nach Finnland aufmachte, sprach er mit wrc.com über die Rallye, seine Erfahrungen aus dem letzten Jahr und wie er sich diesmal der Herausforderung stellt.

Frage: Was denkst du, wenn du an die Finnland-Rallye 2013 zurückdenkst?
KM: "Ich denke, ich habe die Möglichkeit mit beiden Händen ergriffen. Ich wusste, dass es eine einmalige Chance war und das bei der anspruchsvollsten und schnellsten Rallye der WRC. Ich hatte zwei Jahre lang keinen Event mehr bestritten, daher war es eine riesige Herausforderung. Aber wenn ich eine zurückhaltende Rallye gefahren und irgendwo in den Top-10 ins Ziel gekommen wäre, ich weiß nicht, ob sich dann weitere Möglichkeiten aufgetan hätten. Ich habe Chris Atkinson gesehen, der in Mexiko dasselbe Angebot erhalten hat und Sechster wurde, was nicht genug für einen weiteren Start war. Daher musste ich alle Vorsicht über Bord werfen. Leider ging es auf den letzten Kilometern des zweiten Laufs über Ouninphja nicht mehr auf. Aber ich war auf einen Überschlag vorbereitet und zum Glück hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt genug getan."

Frage: Zum ersten Mal fährst du eine Rallye im DS3 ein zweites Mal. Gibt dir das die Möglichkeit, mehr zu pushen? 
KM: "Sagen wir es so: Ich hoffe, die Vertrautheit mit der Strecke hilft, dass ich mich wohler fühle und eine Pace fahren kann, die näher an den Spitzenpiloten liegt. Um auf diesem Level konstanten Speed zu bekommen, muss es natürlich werden. Ich hoffe, dass ich mit der Erfahrung vom letzten Mal heuer mein Level steigern kann. Wir haben schon gesehen, dass es für Fahrer, die in ihre zweite Saison gehen, besser zu laufen beginnt. Hoffentlich ergeht es mir genauso."

Frage: Wie sieht dein Ziel für Finnland aus?
KM: "Ich muss so fahren, wie es mir mein Gefühl sagt. Ok, man kann nicht leugnen, dass ich liebend gerne einen Podestplatz holen würde, aber werde ich dorthin fahren und dieses Resultat jagen? Nein. Ich werde meinen eigenen Rhythmus fahren und hoffen, dass das für ein gutes Ergebnis reicht."

Frage: Es stehen noch mehr Rallyes auf dem Programm, die du bereits kennst. Werden wir dich heuer noch um einen Sieg kämpfen sehen?
KM: "In meiner ersten vollen Saison einen Sieg zu feiern, wäre ein unglaublicher Erfolg. Ich hatte schon ein paar Podiumsplätze, daher ist das nächste realistische Ziel Positon zwei, aber ich will einfach meine Entwicklung fortsetzen. Ich denke, dass ich mein volles Potenzial noch lange nicht erreicht habe. Ich hoffe, wenn ich mehr Kilometer abspule, fügt sich alles langsam zusammen. Ich will Rallyes gewinnen und ich will einen WRC-Titel gewinnen, also werde ich nicht aufhören, meine Grenzen auszuloten, bis ich diese Ziele erreichen kann."

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