FIA

Halbzeit-Report:
Die Nebendarsteller

So haben sich einige der WRC-Gastfahrer geschlagen, die nur wenige Gelegenheiten hatten, sich zu beweisen.

Dani Sordo

Bestrittene WM-Läufe: Monte Carlo, Portugal, Argentinien

Drei Rallyes. Drei dramatische Ausfälle. Bislang war Sordos Jahr 2014 schmerzvoll zu verfolgen - und daran trägt nicht einmal er selbst die Schuld. Der Spanier lag bei der Monte auf Platz drei, als sein Hyundai i20 WRC mit einem Elektronikschaden stehen blieb. In Portugal holte er sich Etappensiege und war Vierter, als eine Antriebswelle brach. Er war schnellster Mann beim Shakedown in Argentinien, aber musste mit einem Problem am Turbo aufgeben, als die eigentliche Rallye losging. Einige Höhepunkte, jeder Einzelne gefolgt von einer Ernüchterung. Unser Nominierter für die Kategorie "Pechvogel der bisherigen Saison".

Henning Solberg

Bestrittene WM-Läufe: Schweden, Portugal, Sardinien, Polen

Als einer der erfahrensten Piloten der Weltmeisterschaft (er feierte sein Debüt vor 16 Jahren) kehrte Solberg nach zwölfmonatiger Abwesenheit in Schweden in die WRC zurück und bezeichnete sich selbst als "alten, aber sehr motivierten Kerl". Auf jeden Fall war der 42-Jährige bald wieder voll da. Gleich in Schweden Siebter zu werden war eindrucksvoll, aber der fünfte Platz in Mexiko übertraf dieses Ergebnis sogar noch, immerhin fuhr er seit der Rally GB 2011 nicht mehr in einem World Rally Car auf Schotter. Auf Sardinien und in Polen sprang Henning wieder in den Fiesta RS und fuhr gute Zeiten, obwohl der Geldmangel Testfahrten verhinderte. Es läuft schon länger so, doch der Norweger lässt sich von den Budgetproblemen nicht unterkriegen.

Chris Atkinson

Bestrittener WM-Lauf: Mexiko

Nach zwölf Monaten Pause kehrte "Atko" in Mexiko in die WRC zurück, um für Hyundai mehr Erfahrungen mit dem i20 WRC zu sammeln. Leider forderten die Straßen Mexikos ihr Opfer, und der Australier musste mehr Probleme am ersten Morgen hinnehmen, als manch anderer Fahrer in der ganzen Saison. Aber, und das ist der springende Punkt, keines davon lag in seiner Verantwortung. Er überwand alle und brachte das Auto auf den sechsten Endrang. Hoffentlich erwischt er angenehmere Umstände, wenn er bei seiner Heimrallye in die Mannschaft von Hyundai zurückkehrt.

Hayden Paddon

Bestrittene WM-Läufe: Sardinien, Polen

Sardinien war die erste Rally des "Kiwis" für das Hyundai-Team, und er fügte sich gut ein, als er lange Zeit einen achten Platz halten konnte, bis der Motor seines i20 WRC nach einem Wasserspritzer streikte und ihn zu einem Stopp zwang. Der Neuseeländer tobte sich auf dem Spielfeld aus, das die unbekannten Etappen Polens boten und beendete die Rallye als Achter, womit er einen weiteren Schritt vorwärts in seiner jungen Karriere machte. Zusammengefasst ein toller Start für Paddon, der ihm zusätzliches Selbstvertrauen für Finnland geben wird.

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