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Halbzeit-Report
Andreas Mikkelsen

Unser nächster Halbzeit-Report beschäftigt sich mit der Entwicklung von Andreas Mikkelsen in den ersten sieben Rallyes der WRC-Saison 2014:

Der Norweger hatte in seiner ersten vollen WRC-Saison bislang keine groben Probleme und liegt auf Platz drei in der Fahrerwertung - nur 29 Punkte hinter seinem wesentlich erfahreneren Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Die ersten drei Events brachten durchwegs unterschiedliche Ergebnisse für den VW Motorsport II Fahrer mit sich. Auf einen enttäuschenden siebenten Platz in Monte Carlo folgte ein sensationneller zweiter Rang in Schweden, ehe er in Mexiko zwei Mal ausfiel.

Doch Mikkelsen schlug bei den nächsten beiden Rallyes in Portugal und Argentinien mit zwei vierten Plätzen zurück. In Italien und Polen gelangen ihm zuletzt noch größere Fortschritte.

Der Grund für den Wandel? Viel hat mit seinem Co-Piloten-Tausch zu tun, den er vor der Rally Italia Sardegna durchgeführt hat. Mikko Markkula war Geschichte und Ola Floene nahm neben ihm Platz - jener Mann der Mikkelsen zu zwei europäischen Rallye-Titeln 2011 und 2012 geführt hat.
Mikkelsens erste Aufgabe in Mexiko folgte, nachdem er an seinem Polo ein Rad verlor

Das wiedergefundene Selbstvertrauen, das Mikkelsen durch diesen Wechsel bekam, war beeindruckend. Plötzlich waren Podestplätze für ihn in Reichweite. Mit Floenes Hilfe wurde er Vierter in Sardinien und dann zweiter in Polen - wobei er vier Mal sogar in Führung lag.

Mikkelsen schwimmt also gerade auf einer Welle des Erfolgs und es wird ihm wohl langsam bewusst, dass er Latvala noch bevor die Saison vorbei ist, von Platz zwei in der Fahrer-Wertung verdrängen kann. Er zeigt durchaus schon Siegerqualitäten. Also wettet lieber nicht dagegen!

Höhepunkt
Platz zwei in Polen war ein riesiger Schritt nach vorn für den Norweger. Er lieferte sich mit Ogier einen harten Kampf und führte die Rallye vier Mal an. Durch den Verlust seiner Bremsen musste er schließlich das Duell verloren geben. Über Platz zwei freute er sich dennoch - und er weiß, dass sein Tag kommen wird.

Tiefpunkt
Mexiko war für ihn eine Rallye zum Vergessen. Mit zwei Aufgaben sorgte er für dauerhafte Beschäftigung bei seinen VW-Mechanikern. Zuerst verlor er am Freitag ein Rad seines Polo und am Samstag rollte er schließlich aus, was an den mangelhaften Notizen lag. Es war sein erster Auftritt in Mexiko, aber an diesen wird er sich noch lange erinnern - allerdings aus den falschen Gründen.

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