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Halbzeit-Report:
Robert Kubica

Der heutige Fahrer-Report analysiert die erste Saisonhälfte von Robert Kubica in einem WR-Auto. Der Pole hatte eine steile Lernkurve:

Der ehemalige Formel-1-Rennsieger kam in die WRC, nachdem er die WRC 2 dominiert hatte. Die Umstellung sollte doch nicht allzu groß sein, oder? Doch. Und zwar sehr.

Seine erste Saisonhälfte stellte sich als schwere Challenge heraus. Die Erwartungen stiegen massiv in die Höhe, als Kubica bei den ersten beiden Etappen der Rallye Monte-Carlo Bestzeit fuhr. Doch mit seinem Aus auf Platz vier liegend begann das Unheil für die folgenden Monate.

Kubica crashte vier Mal in Schweden, zwei Mal in Mexiko und zwei Mal in Portugal - womit das bisschen Selbstvertrauen, das er zu Beginn hatte, wie weggewischt war.

Kubica sagte, dass die Rally Italia Sardegna das erste Event war, dass er genossen hat

Kubica wurde klar, dass er seinen massiven Speed richtig einsetzen muss, um Rallyes auch zu beenden. Das hört sich einfach an, ist aber für einen ehemaligen Fahrer der Formel 1, wo Speed alles ist, sehr schwierig.

Mit der Unterstützung seiner Kollegen bei M-Sport gelang Kubica in Argentinien mit Platz sechs eine Trendwende. Dort hat er nicht einen Unfall gebaut.

Noch besser lief es bei der Rally Italia Sardegna, wo er die physisch anspruchsvollen Bedingungen meisterte und gleichzeitig schnell und vorsichtig fuhr.

Am Ende belegte er einen beeindruckenden fünften Platz bevor er Probleme mit der Aufhängung hatte und auf Platz acht zurückfiel. Nichtsdestotrotz war es eine starke Vorstellung.

In seiner Heimat Polen verpasste er ein gutes Ergebnis, nachdem er das rechte Vorderrad an seinem Ford Fiesta RS WRC zerstörte. Nun liegt der Fokus auf den sechs verbleibenden Rallyes - besonders auf den Asphalt-Events.

Das sind die Rallyes, bei denen Kubicas langjährige Rennerfahrung richtig zur Geltung kommen wird und er auf das Podest fahren kann.

Höhepunkt
Kubica belegte Platz acht bei der Rally Italia Sardegna und gab zu, dass er sich zum ersten Mal auf einer Schotter-Rallye wohl gefühlt hat. Es war ein wichtiger Moment für ihn. Endlich schien er begriffen zu haben, worum es in der WRC geht.

Tiefpunkt
Die Portugal Rallye war eines der wenigen Events, bei denen Kubica bereits Erfahrung mitbrachte. Das half ihm aber nichts. Der Pole baute zwei Unfälle und am Ende fiel er zum vierten Mal bei fünf Rallye-Starts aus. "Ich mache momentan eine schwere Zeit in meinem Leben durch", sagte er. "Ich glaube, dass ich bei mir den Reset-Knopf drücken muss, um zu versuchen, Rallyes so zu fahren, wie ich es am Anfang gemacht habe."

Robert Kubica - Galerie

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