FIA

Ogier: Monte hätte ganz
anders verlaufen können

Rallye Monte-Carlo-Sieger Sebastien Ogier gesteht, dass er nicht so erfolgreich in Mission Titelverteidigung gestartet wäre, hätte sein Team nicht kurz vor der Saison den VW Polo R WRC entscheidend verbessert.

Der Franzose, der gemeinsam mit seinem Ko-Pilot Julien Ingrassia die Siegestrophäe heute Morgen im Prinzenpalast entgegengenommen hat, war nah dran am Desaster, als er in der ersten Kurve der allerersten Etappe sein Auto in eine Mauer untersteuert hat.

Er befürchte das frühe Aus, doch die Stärke seines Polos kam ihm zu Hilfe, und so setzte er seine Siegesfahrt fort um das Event mit 1:18,0 Minuten Vorsprung zu gewinnen.

„Wir müssen uns eingestehen, dass wir dieses Wochenende Glück hatten“, sagte Ogier. „Unser Rennen hätte in der ersten Kurve vorbei sein können. Alle Streckenabschnitte waren sehr feucht, und in der ersten Kurve war auf einmal ein bisschen Matsch auf der Straße. Wir haben in die Mauer untersteuert.“

„Glücklicherweise waren die Verbesserungen, die wir im Winter am Auto vorgenommen haben, sehr clever. Denn wir haben die Lenkung und die Federung noch verstärkt. Jetzt glaube ich, dass das eine sehr gute Idee war.“

Fast alle Crews wurden von den unerwarteten, winterhaften Bedingungen auf der ersten Dienstags-Etappe überrascht. Ogier machte die falsche Reifenwahl für den Fehler verantwortlich. So wie seine Rivalen hat er Michelins superweichen, profillosen Reifen verwendet.

Ogier fügte hinzu: „Wir hatten mit der Wetter-Information am ersten Tag ordentlich zu kämpfen, aber glücklicherweise hat uns jeder kopiert. Wenn jemand Schnee-Reifen gewählt hätte, dann hätte er wahrscheinlich eine Fünf-Minuten-Führung herausgefahren.“

Auch VW Motorsport-Chef Jost Capito räumte ein, dass Ogiers Sieg glücklich war. „Hätte er diesen Unfall letztes Jahr mit dem damaligen Auto gehabt, wäre er vielleicht weg gewesen.“

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