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Dritter Latvala-Sieg
in Schweden

Jari-Matti Latvala gewann heute die Schweden-Rallye zum dritten Mal und schob sich in der FIA World Rally Championship an die Spitzenposition.

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Der Finne, der 2008 hier seinen Premierensieg feierte, setzte sich nach einem harten Kampf in den verschneiten Wäldern Schwedens und Norwegens vor seinem VW-Teamkollegen Andreas Mikkelsen (+53,5 Sekunden) durch. Mikkelsen, der die Rallye zweimal anführte, sicherte sich seinen ersten Podestplatz in der WRC.

Dritter wurde Mads Östberg der weitere 5,9 Sekunden dahinter ins Ziel kam. Für den Norweger war es der vierte Podiumsplatz in Folge beim einzigen echten Winter-Event der WRC.

"Es ist mein dritter Sieg hier und ich habe nie zuvor eine Rallye dreimal gewonnen", sagt Latvala, der im Ziel von seinem Vater Jari umarmt wurde. "Es fühlt sich fantastisch an, hier zu gewinnen, es ist etwas sehr, sehr Spezielles."

"Es ist lange her seit meinem letzten Sieg in Griechenland letztes Jahr. Dort war es mehr Taktik, aber hier ist es ein High-Speed-Event. Das gibt mir das Selbstvertrauen, dass ich bei schnellen Rallyes gewinnen kann. Ich brauchte hier wirklich ein gutes Resultat", fügt er hinzu.

Weltmeister Sebastien Ogier, Mikkelsen und Latvala dominierten die erste Etappe in ihren Polo R. Als Ogier gestern Morgen nach einem Crash mit einer Schneebank mehr als vier Minuten verlor, übernahm Mikkelsen die Führung.

Zwei Stages später widerfuhr dem Norweger aber dasselbe Schicksal und Latvala schob sich an die Leaderposition. Mikkelsen blieb dicht an Latvala dran und startete mit nur 3,6 Sekunden Rückstand in die längste WP des heutigen Tages. Aber als Mikkelsen einen zweiten Ausflug in den Schnee unternahm, konnte sich Latvala absetzen und relaxed zum Sieg fahren.

"Das ist absolut fantastisch", sagt Mikkelsen. "Ich habe mir das wirklich gewünscht bei meinem Heim-Event mit all meinen Freunden und der Familie. Der zweite Platz hier ist mehr als alles von dem ich geträumt habe. Heute Morgen haben wir vielleicht um den Sieg gekämpft, aber ich habe einen kleinen Fehler gemacht und danach ging es darum, Östberg hinter uns zu halten."

Östberg suchte in seiner ersten Rallye auf losem Untergrund mit dem Citroen DS3 nach der Sicherheit. Im Laufe des Events fand er sich aber besser zurecht und konnte die Ford Fiestas von Mikko Hirvonen und Ott Tanak in Schach halten.

Hirvonen kam 1:27,4 Minuten hinter Östberg ins Ziel, gefolgt von Tarnak, der mehr als ein Jahr nach seinem letzten Auftritt in der WM Platz fünf einfuhr, weitere 33,6 Sekunden hinter Hirvonen.

Ogier kämpfte sich vom 20. Platz am Ende bis auf Rang sechs nach vor, erst auf der vorletzten Stage zog er an Henning Solberg vorbei. Pontus Tidemand, Craig Breen und Kris Meeke komplettierten das Leaderboard. Meeke fiel dabei weit zurück, als er an sechster Stelle liegend heute Morgen in den Schnee rutschte und sieben Minuten einbüßte.

Elfyn Evans lag auf Kur Richtung Platz neun, doch auf der letzten WP überschlug er seinen Fiesta RS. Martin Prokop kam am Vormittag von der Strecke ab und musste aufgeben.

Das Hyundai-Duo Juho Hänninen und Thierry Neuville zierte das Ende des Feldes, nachdem es sich gestern das Vorderrad bzw. die Radaufhängung an ihren i20 demolierten. Robert Kubica belegte nach insgesamt drei Ausrutschern Rang 24. 

Der nächste WRC-Event geht in Mexiko über die Bühne, von 6.-9. März.

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