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Neuville feiert in
Deutschland Premierensieg

Thierry Neuville darf sich in Deutschland über seinen Premierensieg in der World Rally Championship freuen, drei Tage, nachdem er sich mit seinem Hyundai im Shakedown überschlagen hat.

An einem chaotischen Finaltag der ADAC Deutschland Rallye erbte Neuville den Sieg, weil sich sowohl Jari-Matti Latvala als auch Kris Meeke mit Unfällen verabschiedeten.

Der Triumph auf der neunten Station der diesjährigen FIA World Rally Championship-Saison war der erste für Hyundai Motorsport seit der Rückkehr in die Serie. Als Draufgabe sicherte Dani Sordo den Koreanern mit Platz zwei auch noch einen Doppelsieg.

Neuvilles Rallye-Wochenende startet am Donnerstag mit einem mehrfachen Überschlag in den Weinbergen nahe Trier. 18 Stunden lang arbeiteten die Mechaniker in der Folge daran, den demolierten i20 wieder fit zu bekommen. Neuville bedankte sich bei seinem Team dafür mit Platz eins, machte sich damit zugleich zum erst zweiten belgischen WRC-Sieger, dem ersten seit Francois Duval 2005.

Dani Sordo sorgt für einen Hyundai-Doppelsieg

"Ich denke, wir haben über alle drei Tage einen unglaublichen Job gemacht und ich kann mich nur bei unserem Team bedanken", sagte Neuville. "Alle haben nach unserem Überschlag im Shakedown fantastische Arbeit geleistet, ich hätte nicht gedacht, dass wir so ein tolles Ergebnis erzielen könnten. Wir haben unsere Konkurrenten unter Druck gesetzt und das hat sich ausgezahlt."


Latvala, mit seinem ersten Sieg auf Asphalt und der Chance in der WM aufzuholen vor Augen, startete mit einem Vorsprung von fast einer Minute in den Finaltag, an dem vier Wertungsprüfungen durch die Weinberge an der Mosel zu absolvieren waren.

Doch bei rutschigen Bedingungen crashte der Finne seinen VW Polo R. Kris Meeke übernahm daraufhin 8,4 Sekunden vor Neuville die Spitzenposition. Allerdings krachte der Nordire auf der folgenden WP in eine Wand und verlor das linke Hinterrad seines Citroen DS3. Grund für das Missgeschick war ein Fehler in den Pacenotes.

Neuville, der auf der Eröffnungs-WP mit zwei Rädern in einem Graben landete, lag plötzlich mit komfortablem Vorsprung in Front und setzte sich letzlich 40,7 Sekunden vor Sordo durch. Der Spanier hatte bei seiner ersten Rallye seit Mai einen sauberen Lauf, einziger Zwischenfall des Vorjahressiegers blieb ein Dreher bei Aquaplaning am Samstag.

Co-Pilot Miikka Antilla begutachtet Latvalas demoliertes Auto

Andreas Mikkelsen drehte sich an derselben Stelle, an der sein Polo-R-Kollege Latvala ausgeschieden war, holte aber trotzdem Platz drei mit weiteren 17,3 Sekunden Rückstand. Elfyn Evans lieferte ein starkes Asphalt-Debüt in einem World Rally Car ab und fuhr zu Karriere-Bestrang vier. Dabei ließ er seinen weitaus erfahreneren Ford-Fiesta-RS-Kollegen Mikko Hirvonen um 6,9 Sekunden hinter sich.

Mads Östberg gab zu, nicht das Beste aus seinem DS3 herausgeholt zu haben, er wurde Sechster, gefolgt von Martin Prokop und Dennis Kuipers. WRC-2-Sieger Pontus Tidemand belegte Platz neun, Ott Tänak komplettierte das Leaderbord.

Robert Kubica musste vor der letzten Wertungsprüfung aufgeben, weil das Getriebe seines Fiesta RS beim Aufwärmen der Reifen im dritten Gang stecken blieb. Bryan Bouffier crashte seinen i20 auf der finalen WP.

Trotz seines doppelten Ausfalls nach zwei Unfällen hält Sebastien Ogier in der WM weiterhin einen Vorsprung von 44 Punkten auf Jari-Matti Latvala. Allerdings verpasste es VW durch das misslungene Wochenende, vorzeitig die Konstrukteurs-WM zu fixieren. Dafür steht nach der Deutschland-Rallye fest, dass sich nur noch ein Pilot aus dem VW-Trio Ogier, Latvala, Mikkelsen den Fahrer-Titel sichern kann.

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