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Latvala in Deutschland
in der Komfort-Zone

Jari-Matti Latvala ist auf Kurs zu seinem ersten Asphalt-Sieg, nachdem er am zweiten Tag der ADAC Rallye Deutschland seinen Vorsprung auf knapp eine Minute ausbauen konnte.

Der Finne gewann fünf der sieben Sonderprüfungen auf großteils nassen und schlammigen Straßen und baute seinen Vorsprung vor den letzten vier schnellen Prüfungen am Sonntag auf 56,6 Sekunden aus. Kris Meeke wehrte heftige Angriffe von Thierry Neuville ab und behauptete in seinem Citroen DS3 im Kampf um Rang 2 einen Vorsprung von 4,3 Sekunden.

Latvala meinte, dass er morgen auf Sicherheit fahren kann, um Probleme zu vermeiden und seinen zweiten Sieg in Folge zu feiern. Das würde seine Titelchance nach der Aufgabe von WM-Leader Sebastien Ogier, der zum zweiten Mal crashte, deutlich erhöhen.

"Es sollte in Ordnung sein. Ich denke, wir können es morgen auf Prüfungen, die kürzer als in den letzten Jahren sind, ruhiger angehen. Du willst nie, dass deinem Teamkollegen etwas passiert. Aber ich brauche diesen Sieg, um in den Kampf um den WM-Titel zurückzukehren. Aber zuerst muss ich ins Ziel kommen und einen kühlen Kopf bewahren“, sagte der Volkswagen-Polo-R-Pilot.

Kris Meeke - wehrte die Angriffe von Thierry Neuville ab

Der Kampf um Platz zwei sorgte für Spannung. Neuville, der den Tag in seinem Hyundai i20 als Fünfter in Angriff nahm, zog bei der ersten Fahrt auf der Marathon-Prüfung Panzerplatte an Andreas Mikkelsen und seinem Teamkollegen Dani Sordo vorbei und ging auf die Jagd nach Meeke.

Er konnte seinen Rückstand auf 0,4 Sekunden verringern, nachdem Meeke einige Sekunden aufgrund eines Reifenschadens eingebüßt hatte. Aber der Nordire schlug zurück und konnte einen Vorsprung retten.

Sordo hielt bis zu einem Dreher den Anschluss. Der Spanier bekam im sechsten Gang Aquaplaning und drehte sich. Er verlor 10 Sekunden, behauptete aber Rang vier vor Mikkelsen, der seinerseits Zeit verlor, nachdem er sich in einer Haarnadel verschätzte. Der Abstand zwischen den beiden beträgt 10,2 Sekunden.

Mikko Hirvonen liegt nach einem Kampf, der den gesamten Tag über andauerte, 4,9 Sekunden vor Elfyn Evans. Zwischenzeitlich konnte der Waliser seinen erfahreneren Teamkollegen im Ford Fiesta RS auch hinter sich lassen. Mads Østberg kam bis auf 1,2 Sekunden an Evans heran.

Bryan Bouffier hatte auf der finalen Prüfung einen Unfall

Martin Prokop und Robert Kubica komplettieren die Top 10 in zwei weiteren Fiesta RS. Kubica, erster der Startreihenfolge, konnte zwei Prüfungen für sich entscheiden, nachdem Schlamm und Matsch auf den Straßen die folgenden Fahrer bremsten.

Ogier startete nach seinem gestrigen Ausfall unter Rally-2-Reglement, krachte aber auf der zweiten Prüfung nach einem Sprung im sechsten Gang in eine Straßenbegrenzung. Der Franzose und sein Co-Pilot Julien Ingrassia blieben unverletzt, der Überrollkäfig ihres Polo R war aber zu stark beschädigt, um am Sonntag neuerlich zu starten. Die Prüfung wurde nach dem Unfall annulliert.

Bryan Bouffier musste ebenfalls aufgeben, nachdem er mit seinem i20 am Militärgelände einen Hinkelstein erwischte.

Morgen kehrt die Rallye in die Mosel-Weingärten zurück. Der Start erfolgt um 7:28 Uhr, die Fahrer absolvieren zwei Umläufe auf zwei Prüfungen mit einer Gesamtdistanz von 74,60 km.

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