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Furchtloser Latvala
erkämpft sich Finnland-Sieg

Finnland feiert Jari-Matti Latvala, der am Sonntag-Nachmittag einen dramatischen Heimsieg feiern konnte - den ersten seit vier Jahren.

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Latvala dominierte an den vier Tagen der Neste Oil Rally Finland die meiste Zeit, doch ein Bremsproblem machte ihm beinahe alle Siegchancen zunichte. Am Ende hielt er sich seinen Volkswagen-Teamkollegen Sébastien Ogier um 3,6 Sekunden vom Leib.

Latvala, der um die Heimschwäche der Finnen in den letzten Jahren wusste, konnte auf die Unterstützung zahlreicher Fans zählen. Nach der finalen Ruuhimäki-Special-Stage fiel ihm Vater Jari um den Hals.

"Es war so schwer, den Sieg hier einzufahren", sagte er. "Ich hatte ein fantastisches Gefühl am Steuer, aber das Bremsproblem brachte mich in eine schwierige Lage. Beinahe hatte ich den Sieg verloren, aber ich habe mich zurückgekämpft. Ich war heute sehr nervös, aber ich habe den Vorsprung über die Runden gebracht."

Kris Meeke lieferte mit Platz drei eine starke Leistung ab

Latavala gewann 13 der ersten 19 Wertungsprüfungen und erarbeitete sich an den ersten drei Tagen einen Vorsprung von 31 Sekunden. Dann brach aber der rechte vordere Bremssattel an seinem Polo R, als er in ein großes Loch fuhr. Favorit Ogier witterte seine Chance und verkleinerte den Vorsprung Latvalas auf unter vier Sekunden.

Nachdem das Auto des Finnen am Sonntag repariert werden konnte, musste sich Ogier mit Platz zwei zufrieden geben. Doch der Franzose holte sich alle Punkte bei der TV-Power-Stage und führt in der Gesamtwertung 44 Punkte vor Latvala. Fünf Rallyes stehen noch auf dem Programm.

Kris Meeke fuhr wahrscheinlich die beste Rallye seiner Karriere und holte in seinem Citroen DS3 Platz drei. Es war bereits der dritte Podestplatz für den Nordiren.

"Ein Podestplatz bei der größten Rallye ist immer etwas Besonderes. Wir sind aber noch immer nicht nahe der Perfektion. Jari-Matti war über das gesamte Wochenende unerreichbar. Er wusste, wie man das Auto auf diesen Strecken fahren muss. Solange ich nicht auch soweit komme, werden wir weiter hart arbeiten müssen", sagte er.

Hänninen holte im Hyundai i20 Platz sechs

Andreas Mikkelsen behielt mit Platz vier den dritten Gesamtrang. Der Norweger lag in seinem Polo R über eine Minute hinter Meeke. Mikko Hirvonen beendete die Rallye auf Platz fünf in einem Fiesta RS. Es war ein frustrierendes Wochenende für den ehemaligen Sieger.

Probleme mit der Servolenkung kosteten "Kiwi" Hayden Paddon den sechsten Platz. Er rutschte hinter Juho Hänninen und Elfyn Evans zurück. Das Leaderboard komplettierten Henning Solberg und Karl Kruuda.

Craig Breen musste am Sonntag die Rallye beenden. Nach einem großen Sprung klagte er über starke Rückenschmerzen.

Kruuda holte sich den WRC-2-Sieg, während Teemu Suninen, der von WRC.com im Vorfeld als Man-to-Watch vorgestellt wurde, holte den ersten Platz in der WRC 3. Martin Koci trug den Sieg in der JWRC davon.

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