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Latvala kontrolliert
die Finnland-Rallye

Eine starke Performance am Freitagnachmittag bescherte Jari-Matti Latvala den Ausbau seiner Führung bei der Neste Oil Rallye Finnland.

Auf den vier Wertungsprüfungen am Vormittag nahm der Rallye-Leader der Konkurrenz weitere vier Sekunden ab. Vor allem am Nachmittag legte der VW-Polo-R-Pilot mit drei WP-Siegen aber nocheinmal nach und fuhr sich ingesamt einen Vorsprung von 19,7 Sekunden heraus.

"Wir haben hart gepusht und sind einige große Risiken eingegangen. Ich war relaxed und hatte ein gutes Gefühl, und wenn ich relaxt bin, liefere ich normalerweise meine beste Performance ab", sagte Latvala am Ende des zweiten Tages. Am Morgen hatte der Finne allerdings eine Schrecksekunde zu überstehen, als er sein Auto in einen Graben manövrierte.

Die ultra-schnellen Schotterstraßen lagen auch Kris Meeke (Citroen DS3). Der Brite konnte an Weltmeister Sebastien Ogier (VW Polo R) vorbeiziehen und Rang zwei einnehmen. Die beiden werden von 1,6 Sekunden getrennt. 

Kris Meeke fährt auf Rang zwei

Meeke zeigte seine bislang beste Leistung für Citroen und durfte sich am Vormittag auch über einen WP-Sieg freuen. Ogier, der als erster Pilot auf die Strecke musste, fungierte unfreiwillig als "Kehrmaschine", als die Sonne die Pisten am Nachmittag auftrocknete und eine Menge loser Schotter zum Vorschein kam.

"Es war ein frustrierender Nachmittag", erklärte der Franzose. "Aber ich bin immer noch zufrieden mit dem, was ich getan habe, und glücklich, meine Rolle als Kehrer überstanden zu haben."

Andreas Mikkelsen, Mikko Hirvonen und Mads Östberg kämpften hinter dem Top-Trio um die weiteren Plätze. Hirvonen übernahm über weite Strecken des Tages die Initiative, ehe ein Dreher des Finnen Mads Östberg erlaubte, vorbeizuziehen. Der Norweger wurde immer selbstbewusster, nachdem er über Nacht Veränderungen am Setup vorgenommen hatte.

Allerdings setzte Mikkelsen im Finish zum Sprung auf Platz vier an und überholte beide. 1,2 Sekunden hat der VW-Fahrer nun Vorsprung auf Östberg im Citroen DS3, Hirvonen im Fiesta RS folgt weitere 1,9 Sekunden dahinter.

Hayden Paddon präsentierte sich gut und hält mit seinem Öl-durstigen Hyundai i20 auf Platz sieben, Efyn Evans (Fiesta RS), Juho Hänninen (Hyundai i20) und Craig Breen (Fiesta RS) komplettieren die Top-10.

Juho Hänninen und Co-Pilot Tomi Tuominen reparieren den Schaden nach ihrem i20

Hänninen konnte anfangs mithalten, wurde dann aber von einem Reifenschaden gebremst und überschlug sich später auf WP6, was ihn eine Minute kostete. Anhaltende Probleme mit der Servolenkung hinderten ihn an einer Aufholjagd.

Thierry Neuville krachte auf der Auftakt-WP mit i20 gegen die Böschung und beschädigte sich dabei das Heck des Autos. Ohne Aero Assistance hatte der Belgier zu kämpfen, entscheidend für seinen Ausfall war aber ein Schaden am Überrollkäfig, der beim Mittagsservice festgestellt wurde.

Robert Kubica crashte seinen Fiesta RS schon nach 1,6 km auf der ersten Wertungsprüfung des Tages. Dabei ging die Aufhängung links vorne zu Bruch. Martin Prokop baute am Nachmittag ebenfalls einen Unfall und Michal Solowow konnte den Servicepark nach der Mittagspause wegen eines Flüssigkeitslecks im Motor nicht mehr verlassen.

Die samstägige vorletzte Etappe hält einen weiteren langen Tag für die Piloten bereit. Um 07:00 Uhr Ortszeit starten die Fahrer um zwei identische Läufe über je fünf Wertungsprüfungen zu absolvieren. 130,36 km sind zu bewältigen, ehe der Tag um 21:51 endet. 

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