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Vierter Portugal-Sieg
für Sebastien Ogier

Sebastien Ogier holte sich heute seinen vierten Sieg bei der Portugal-Rallye innerhalb von fünf Jahren und baute seine Führung in der FIA World Rally Championship weiter aus.

Der französische VW-Polo-R-Pilot kam mit einem Vorsprung von 43,2 Sekunden auf Mikko Hirvonen (Ford Fiesta RS) ins Ziel, Mads Östberg (Citroen DS3) belegte weitere 29,2 Sekunden dahinter Rang drei.
Ogier fuhr auf der finalen Power Stage, die live im Fernsehen übertragen wurde, Bestzeit und sicherte sich damit das Maximum von drei Bonuspunkten. In der Weltmeisterschaft liegt er nach vier von insgesamt 13 Saisonläufen bereits 29 Zähler voran.


Der Sieg in Portugal war zudem der achte Erfolg en suite für Volkswagen Motorsport, das damit den Rekord von Citroen aus dem Jahr 2011 einstellte.

„Ich liebe es in Portugal zu fahren und jetzt habe ich nach fünf WRC-Starts hier vier Siege“, sagte Ogier. „Es war über weite Strecken ein harter Kampf mit Mikko. Ich hatte ein gutes Reifenmanagement auf den Stages des gestrigen Nachmittages und das machte den Unterschied aus. Meine Reifen zu schonen war der entscheidende Punkt, ich habe nicht wie verrückt gepusht.“

Hirvonen bestach durch Konstanz

Ogier ging am Freitag, dem ersten vollen Tag der Rallye, als Erster auf die Strecke und hielt seinen Zeitverlust bei schwierigen und wechselhaften Bedingungen zwischen trockenen und matschigen Passagen in Grenzen. Am Samstagmorgen übernahm der Franzose dann die Führung und fuhr am Nachmittag in seiner eigenen Liga – alle drei Wertungsprüfungen gingen an Ogier.

Der Welmeister holte auf den trockenen Straßen das Beste aus den weichen Reifen heraus, während Hirvonens Gummis stark mitgenommen wurden.

Sowohl Hirvonen als auch Östberg legten enorme Konstanz an den Tag, letzterer erbte Platz drei von Ott Tänak, als der Este (Fiesta RS) gestern nach einem Unfall ausschied. Zuvor konnte Tänak, wie schon in Schweden, beeindrucken.

Andreas Mikkelsen (VW Polo R) ging behutsam in die Rallye und versuchte nach seinem Crash in Mexiko wieder Selbstvertrauen aufzubauen. Der Norweger hielt sich aus Problemen heraus, schraubte seine Pace immer weiter nach oben und konnte am heutigen Vormittag an Henning Solberg vorbei auf Platz vier ziehen.

Martin Prokop (Fiesta RS) komplettierte die Top-6, da er auf der letzten Wertungsprüfung noch Thierry Neuville abfing. Der Hyundai-i20-Pilot verlor wegen einer gebrochenen Antriebswelle und einem Dreher 30 Sekunden.

Juho Hänninen (Hyundai i20) kam nach einer Serie von Reifenschäden als Achter ins Ziel, gefolgt von WRC-2-Fahrer Nasser Al-Attiyah und Jari Ketomaa, die die Top-10 beschließen.

Mads Östberg wurde im Citroen DS3 Dritter

Nach mehreren Unfällen war die Rallye für Kris Meeke und Robert Kubica sowie Jari-Matti Latvala schon vorzeitig vorbei. Am heutigen Finaltag war Dani Sordo der einzige Ausfall unter den Top-Fahrern. Der Spanier musste seinen i20 nur wenige hundert Meter nach der Ausfahrt aus dem Servicepark abstellen, auch bei ihm gab eine Antriebswelle den Geist auf.

Nächste Station der Weltmeisterschaft ist die Argentinien-Rallye, die von 8. bis 11. Mai in Villa Carlos Paz über die Bühne geht.

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