FIA

Flashback:
Argentien-Rallye 2013

Ein Sprichwort sagt: "Alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen". Dies ist auch bei der Argentinien-Rallye der Fall.

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Der Hype, der um dieses Event stattfand, war verständlich.

Sebastien Ogier führte die WRC-Wertung an und war in überragender Form, während sich der mehrfache Weltmeister Sebastien Loeb nach fast drei Monaten wieder zurück ans Lenkrad eines Citroen DS3 WRC setzte. Die vorangegangenen Rennen in Mexiko und Portugal ließ der damalige Teilzeitfahrer nämlich aus.

Die Frage, die sich jeder stellte, war, ob Loeb nach dieser Pause mit seinem aufstrebenden Landsmann mithalten kann oder ob Loeb noch genug Saft im Tank hat, um seinen Rivalen in die Schranken zu weisen und seinen achten Sieg in Argentinien einzufahren.

Am ersten Tag stürmte Ogier mit seinem VW Polo R WRC auf Platz eins. Der Franzose war bis auf eine Prüfung immer am schnellsten und hatte so einen komfortablen Vorsprung von 16,3 Sekunden auf Loeb.

Am zweiten Tag schlug das Pendel aber Richtung Loeb aus. Während der Citroen-Pilot dank seiner Erfahrung und seiner selbstbewussten Fahrweise keine Fehler machte, rutschte Ogier von der Strecke und verlor dadurch satte 40 Sekunden.

Zudem hatte Ogier später auch noch mit einem Platten zu kämpfen. Durch diese beiden Zwischenfälle lag er am Ende des  zweiten Tages 39,3 Sekunden hinter Loeb.

Am dritten Tag merkte Ogier, dass das Rennen für ihn gelaufen war und er schaltete einen Gang zurück. Ein paar Punkte für die WM-Wertung waren wichtiger, als der Kampf mit Loeb um den Rallye-Sieg, der ihn möglicherweise teuer zu stehen hätte kommen können.

Loeb erwischte hingegen den perfekten Mix aus Geschwindigkeit und Bedacht und fixierte den 78. Sieg seiner Karriere. WRC-Rennen zu gewinnen war eben eine lebenslange Angewohnheit von Loeb. Und Ogier musste erkennen, dass er bei der Argeninien-Rallye 2013 noch nicht bereit war, mit dieser Gewohnheit zu brechen.

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