FIA

Advertising

Rally de Portugal
Fahrer-Check, Teil 1

Wir nehmen wie gewohnt die Leistungen der WRC-Piloten bei der am vergangenen Wochenende gefahrenen Portugal-Rallye unter die Lupe und starten mit dem ersten von drei Teilen unseres Überblicks:

Sébastien Ogier (Volkswagen Polo R)
Die gute Nachricht für die Rivalen des Franzosen: Auch Sebasien Ogier ist nur ein Mensch - seine Entscheidung am Freitagnachmittag mit harten Reifen zu fahren war ein Fehler. Die schlechte Nachricht: Mit den weichen Reifen, die er sich am Freitag aufgespart hatte, war er am Samstagnachmittag unanatastbar und holte 36 Sekunden auf Mikko Hirvonen heraus. Der Sonntag war dann nicht mehr, als lockeres Ausrollen für den Weltmeister, der einmal mehr unter Beweis stellte, wie erhaben er über die Attacken der Konkurrenz ist.

Kris Meeke (Citroen DS3)
Wieder musste sich der Brite nach einem Crash vorzeitig verabschieden. Es war bestimmt auch nicht hilfreich, dass er bei seinem Portugal-Debüt unter schwierigsten Bedingungen die Pacenotes anfertigen musste, denn aufgrund des starken Regens war die Straße nicht zu sehen. Zudem hatte sein Co-Pilot Paul Nagle mit Magenproblemen zu kämpfen. Aber trotzdem ist es enttäuschend, dass Meeke an jener Stelle einen Unfall fabrizierte, an der es zuvor bereits Elfyn Evans erwischt hatte, obwohl Nagle ihn doch extra noch vor "Elfyns Kurve" gewarnt hatte. Der Druck auf ihn wird in Argentinien nicht weniger.

Mikko Hirvonen (Ford Fiesta RS)
Seine Leistung in Portugal war das Beste, was wir seit langem von Mikko gesehen haben. Am Freitag lag er sogar in Führung und auch wenn er letztlich nicht mit Ogier mithalten konnte - was keine Schande ist - war der zweite Platz die Belohnung für seine ansteigende Formkurve. Kann er die Konstanz beibehalten, ist bei den nächsten vier Schotter-Rallyes eine Verbesserung in der Weltmeisterschaft vorprogrammiert.

Thierry Neuville (Hyundai i20)
Ein durchwachsenes Wochenende für den Belgier. Zu Beginn kämpfte er mit Untersteuern, Setup-Änderungen verhalfen ihm aber zu einem WP-Sieg und brachten ihn in der Folge unter die Top-6. Eine beschädigte Aufhängung am Schlusstag sowie eine gebrochene Antriebswelle auf der letzten Wertungsprüfung sorgten dafür, dass es für ihn im Klassement auf und ab ging. Platz sieben wurde es am Ende - nicht das was er sich erwartet hatte, aber der WP-Sieg sorgt für Selbstvertrauen.

Ott Tänak (Ford Fiesta RS)
Tänaks Pace in Schweden war keine Eintagsfliege. Platz zwei nach dem ersten Tag und auf Podestkurs, ehe er an der Stelle ausschied, wo Jari-Matti Latvala vor fünf Jahren spektakulär abflog. Ott erzählte schon davor, dass sein Co-Pilot Raigo Mölders in manchen Situationen etwas spät dran war mit den Pacenotes. Man stelle sich vor, wie schnell die beiden wären, würden sie auch noch ihre Kommunikation perfektionieren.