FIA

Advertising

Teaser Image

Timo Salonen

Fahrerprofil

Fahrer

Info

Nation:  FIN
Geburtstag: 08.10.1951
Alter: 63
Siege: 11

Timo Salonen trug den Spitznamen Loysa, was aus dem Finnischen übersetzt lose bedeutet. Das hatte aber nichts mit seiner rundlichen Erscheinung, seinem Unbehagen, TV-Interviews in Englisch zu geben, oder Neigung zu Zugaretten zu tun.

Vielmehr war der erfolgreiche Autohändler wegen seiner Coolness in und außerhalb des Autos, die einen großen Teil zu Peugeots Entscheidung, den relativ unbekannten Fahrer zu seinem Angriff auf die WRC 1985 in einem mächtigen 205 T16 zu verpflichten, als Loysa bekannt.

Obwohl Salonen Erfolge in Kanada (1977), Neuseeland (1980) und der Elfenbeinküste (1981) vorzuweisen hatte, war er nie mehr als ein Teilzeit-Fahrer in der WRC, als er eine Teil-Saison bei Datsun, dem späteren Nissan - der einzigen Marke, die ihm bis dahin einen normalen Vertrag anbot, bekam.

All das änderte sich im Sommer 1984, als der Finne in einem Spital in seinem Heimatland liegend von Peugeot-Chef Jean Todt angerufen wurde, der ihm die Gelegenheit seines Lebens anbot.

Die französische Marke wollte ein zuverlässiges und effektives Paar Hände, um Ari Vatanen zu unterstützen. Dessen manchmal unberechenbaren Tendenzen machten eine gute Nummer zwei für Peugeot in der Konstrukteurs-Wertung unverzichtbar. Todt wusste auch über Salonens Speed Bescheid, da er in seiner Zeit als Co-Pilot von Guy Frequelin als Konkurrent war.

Während Vatanen die Fahrerwertung nach zwei Rennen mit 16 Punkten anführte, war Salonen davon überzeugt, seinen älteren Landsmann noch überholen zu können ? vor allem, als Peugeot das Steuer des 205 auf sein Geheiß etwas erleichterte. Nach Siegen in Portugal, Griechenland und Neuseeland war Salonen bereits in Führung, als Vatanen bei einem Crash in Argentinien lebensbedrohliche Verletzungen davontrug.

Salonen gewann unter schwierigen Umständen in Argentinien und krönte sich in Folge mit seinem Debütsieg bei der Tausend-Seen-Rallye zum Weltmeister.
Seine Anlauf auf die Titelverteidigung in der Saison 1986 brachte zwar zwei Siege, aber auch eine Masse an Aufgaben wegen mechanischer Probleme, weshalb er sich im Endklassement mit einem dritten Platz begnügen musste.

1987 wechselte Salonen zu Mazda, nach 25 weiteren Rallyes - unter anderem bei einem Zwei-Jahre-Engagement bei Mitsubishi - setzte sich der Finne aber zu Ruhe (mit der Ausnahme eines Mini-Comebacks in Finnland, als er 2002 mit 50 Jahren in einem Peugeot 206 WRC auf den 14. Platz fuhr).

Advertising

WRC+

Rallye de France

Social media