FIA

WRC-2-Leader Protasov
in Italien unter Zugzwang

Nachdem Yuriy Protasov bei den vergangenen zwei Rallyes keine Punkte einfahren konnte, ist er auf Sardinien unter Zugzwang, will er seine Führung in der WRC 2 verteidigen.

Nasser Al-Attiyah übt Druck aus

Der Ukrainer, der in Monte Carlo und Mexiko erfolgreich war, muss in Italien - seinem sechsten von insgesamt sieben Events in dieser Saison - einiges gutmachen, um seine Titel-Chance am Leben zu erhalten.

Protasov tritt erneut in einem Fiesta RRC an, zu Saisonbeginn fuhr er noch ein R5 Modell, doch dann wechselte er von Pirelli-Reifen auf Michelin-Gummis. Protasov führt auf Sardinien ein 26-köpfiges WRC-2-Starterfeld an, das alle drei Sieger der bisherigen fünf Events beinhaltet.

Nur vier Punkte hinter dem Ukrainer lauert der stets konstant fahrende Lorenzo Bertelli in einem weiteren Fiesta RRC, beide müssen sich aber vor Nasser Al-Attiyah in Acht nehmen, der bei seinen bislang einzigen beiden Starts in Portugal und Argentinien jeweils als Sieger hervorging. Die schwierigen Bedingungen auf Sardinien kommen dem ehemaligen Rallye-Dakar-Sieger, der ebenfalls einen Fiesta RRC pilotiert, entgegen.

Schweden-Sieger Karl Kruuda liegt in der Meisterschaft mit 23 Punkten Rückstand auf Protasov auf dem vierten Rang. Er verhilft dem Peugeot 208 T16 zu seinem WRC-2-Debüt.

Der fünftplatzierte Jari Ketomaa fehlt in Italien, was Nicolas Fuchs (Fiesta R5) die Möglichkeit gibt, sich im Ranking zu verbessern. Die Form des Peruaners zeigte zuletzt mit einem zweiten Platz in Argentinien nach oben.

Der Este Ott Tänak (Drive DMACK Fiesta R5) braucht ein starkes Ergebnis, nachdem seine letzten beiden Autritte in Mexiko und Argentinien mit heftigen Unfällen endeten. Ebenfalls einen schlechten Saisonstart vergessen machen will sein Markenkollege Quentin Gilbert.

Aufpassen muss man auch auf den Zweiten der letztjährigen Meisterschaft, Abdulaziz Al-Kuwari, und Yazeed Al-Rajhi, der nach einem krankheitbedingten Fehlen bei der Argentinien-Rallye wieder ins Renngeschehen einsteigt. Der Portugiese Bernardo Sousa kommt nach einer soliden Leistung bei seiner Heimrallye zu einem zweiten Einsatz.

Der letztjährige WRC-3-Sieger Sebastien Chardonnet wagt zum ersten Mal den Schritt in die WRC 2 und geht mit dem brandneuen Citroen DS3 R5 an den Start.

Max Rendinas Ziel ist es, seinen 30-Punkte-Vorsprung im Production Cup, der innerhalb der WRC 2 ausgefahren wird, auszubauen. Die Verfolger Gianluca Linari und Juan Carlos Alonso sind indes darauf aus, die Lücke zum Leader zu verringern.

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