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Lexikon

Jeder Sport hat seinen eigenen Jargon – auch die World Rally Championship ist da keine Ausnahme. Wenn dich der Rallyesprech verwirrt, kannst du dich in diesem Glossar schlau machen. Wenn du über einen Begriff stolperst, den du hier nicht findest, sag uns bescheid und wir fügen ihn hinzu.

Aerodynamik: WRC-Autos haben Spoiler, Splitter und andere geformte Platten auf der Karosserie, um die kühle Luft um den Motor, das Getriebe und die Bremsen zu leiten und um das Auto fest auf der Straße zu halten, beziehungsweise hohe Geschwindigkeiten zu garantieren.

ALS: Anti-Lag-System, das den Turbolader des Autos am Laufen hält, um immer Turbo-Boost zu garantieren.

Antrieb: Der Teil des Getriebes, der die Kraft vom vorderen oder hinteren Differential an die Reifen überträgt. Jedes Vierradantrieb-Auto hat vier davon.

Co-Pilot: Der Navigator auf dem Beifahrer-Sitz, der laufend über Funk den Streckenverlauf und die Streckenbedingungen durchgibt.

Dämpfer: Der wesentliche Teil einer Rallye-Aufhängung. Jedes Auto hat vier – einer ist mit jedem Rad verbunden. Dämpfer absorbieren Unebenheiten auf der Strecke und halten die Reifen so oft wie möglich in Verbindung mit dem Untergrund.

Dämpfer-Einstellungen: Die Dämpfer eines Rallye-Autos lassen sich für verschiedene Bedingungen einstellen. Sie können hart oder weich eingestellt sein, aber auch andere Faktoren wie Rückstoß oder Fahrhöhe können verändert werden. Die Fahrer können die Dämpfer-Einstellungen zwischen den Etappen verändern. Der Grad der Veränderung wird normalerweise in „Klicks“ am Stellrad gemessen.

Ceremonial Start ADAC Rallye Deutschland 2013
Ceremonial Start ADAC Rallye Deutschland 2013

Drossel: Um eine Motorenleistung von etwa 300 PS zu garantieren, hat die FIA für alle WRC-spezifischen Motoren eine 33mm Einlassdrossel vorgeschrieben, die den Fluss von Luft und Treibstoff zu den Verbrennungskammern begrenzt. Ohne eine Drossel würden die Motoren mehr als 500 PS produzieren.

Etappen: Die Wettbewerbs-Abschnitte einer Rallye, auch Wertungsprüfungen genannt, in der alle Piloten und Co-Piloten so schnell wie möglich fahren, um den Abschnitt in der kürzestmöglichen Zeit zu absolvieren.

Etappenzeit: Die Zeit, die von Beginn der Etappe (bei dem das Auto steht) bis zum fliegenden Ende vergeht.

Fahrer-Sicherheit: Das Fahrerduo sitzt in einer extrem starken und sicheren Zelle, umgeben von einem Überrollkäfig. Sie schnallen sich mit einem Sechs-Punkte-Gurt an, ähnlich jenen, die in einem militärischen Kampfflugzeug verwendet werden. Das Auto ist auch mit einem Seitenaufprallschutz ausgestattet und hat ein automatisches Feuerlösch-System. Die Crew trägt feuersichere Overalls und Unterwäsche, Sicherheitshelme und ein Kopf- und Nacken-Schutz-System (siehe HANS-System).

FIA: Die Féderation Internationale de l’Automobile, ist der in Paris ansässige Dachverband für den weltweit betriebenen Motorsport. Er regelt und steuert die World Rally Championship.

Fliegendes Ziel: Das Ende einer Etappe. Hier endet das Timing.

HANS-System: Ein verpflichtendes Sicherheits-System in der WRC. HANS steht für „head and neck support“, also Kopf und Nacken Schutz. Es wird auf den Schultern und um den Nacken getragen und ist mit dem Helm verbunden. Im Falle eines Unfalls schränkt es die Bewegungsfreiheit ein, um Kopf und Nacken vor schweren Verletzungen zu schützen.

Intercom: Die Audio-Verbindung, welche Fahrer und Co-Pilot ermöglichen, miteinander zu kommunizieren. Intercom-Kopfhörer und ein Mikrophon ist im Helm eines jeden Piloten und Co-Piloten eingebaut.

Helmet, Intercom, HANS device/ Khalid Al Qassimi
Helmet, Intercom, HANS device/ Khalid Al Qassimi

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14 Jan 2014

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